Nun steht fest wieviele GSoC Studenten dieses Jahr für Haiku an den Start gehen. Hier die 4 Studenten, ihre Projekte und ihre Mentoren:
Louis Feuvrier
Mentor: Jessica Hamilton, Fredrik Holmqvist
Projekt: UEFI Bootloader
Akshay Jaggi
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: LibUSB Port
Arvind S Raj
Mentor: Adrien Destugues
Projekt: Haiku ARM Port
Zhuowei Zhang
Mentor: Bruno Albuquerque
Projekt: Compiler und Runtime Port der Programmiersprache Go
Neben diesen Haupt-Mentoren gibt es auch wieder einen Mentor-Pool, um Antwortzeiten gering zu halten und Probleme gemeinsam zu lösen:
Stephan Aßmus (stippi)
Andrew Bachmann (andrewbachmann)
Adrien Destuges (PulkoMandy)
Alexander von Gluck IV (kallisti5)
Rene Gollent (AnEvilYak)
Fredrik Holmqvist (tqh)
Scott McCreary (scottmc)
Urias McCullough (umccullough)
Hamish Morrison (hamishm)
François Revol (mmu_man)
John Scipione (Skipp_OSX)
Ingo Weinhold (bonefish)
Alle Studenten sind, angehalten regelmäßig in einem Blog ihre Fortschritte zu dokumentieren. Es wird also bestimmt wieder ein interessanter Summer of Code werden. Allen Studenten und Mentoren viel Spaß und Erfolg!
Mittwoch, 23. April 2014
4 Studenten beim Google Summer of Code
Humdinger,
18:26
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Donnerstag, 11. April 2013
GSoC 2013 ohne Haiku
Sechs mal schon hat das Haiku Projekt am Google Summer of Code teilgenommen. 2013, im verflixten siebten Jahr, wurde Haiku nicht auserwählt Studenten über den Sommer Vollzeit in die Opensource Welt einzuführen. Die wahrscheinlichste Erklärung dürfte sein, dass Google nicht immer die selben Organisationen im Programm haben möchte und auch mal anderen Projekten eine Chance geben will. Haiku war in den vergangenen GSoCs sehr erfolgreich, insbesondere in 2012, und wird es halt nächstes Jahr wieder probieren.
Wer trotzdem den diesjährigen GSoC verfolgen will, oder als Student teilnehmen möchte, für den gibts eine Liste aller 170 Mentor-Organisationen.
Humdinger,
11:31
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Freitag, 29. März 2013
Endlich NFSv4 integriert
Das "Google Summer of Code 2012" Projekt von Paweł Dziepak wurde jetzt offiziell in Haiku integriert. Paweł hat seit letztem Sommer fleißig in seinem GitHub Branch weiter an NFSv4 gearbeitet und diverse Verbesserungen eingebaut und Fehler behoben. Mittlerweile hat Paweł (wie übrigends alle fünf weiterhin aktiven GSoC Studenten des letzten Jahrs!) Schreibrechte für Haikus "Mainbranch" erhalten. So konnte er die Früchte seiner Arbeit gleich direkt unter eigenen Namen reinstellen.
Um das Netzwerk-Dateisystem selbst einmal ausprobieren zu können, muss man ein aktuelles Nightly Image installieren. Dannach lässt sich das Netzlaufwerk im Terminal per
mount -t nfs4 -p "server_address:path flags" directory
einhängen. Da das NFSv4 Protokoll nicht direkt dafür ausgelegt ist, werden Haikus erweiterte Attribute zur Zeit leider noch nicht unterstützt. Weitere Infos gibt's in Pawełs Blog.
Paweł macht momentan übrigends Urlaub von NFS und wendet sich dafür Sicherheitsaspekten in Haiku zu. In seinem ASLR Branch experimentiert er mit randomisierten Adressräumen und ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen, die das System weniger berechenbar für Angriffe machen.
Humdinger,
09:57
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Mittwoch, 27. Februar 2013
Alle Google Dinge sind drei
Drei kurze Meldungen die Google und Haiku betreffen.
Beim letzten Google Code-In wurden von den teilnehmenden Organisation die beiden besten Studenten gewählt. Diese wurden dann zusammen mit etwaiger Erwachsenen-Begleitung für vier Tage ins Google-Hauptquartier nach Mountain View, Kalifornien, eingeladen.
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner:
- Agustín Zubiaga, Uruguay - Sugar Labs
- Akshay S Kashyap, India - BRL-CAD
- Aleksandar Ivanov, Bulgaria - RTEMS
- Aneesh Dogra, India - Sugar Labs
- Aviral Dasgupta, India - Sahana Software Foundation
- Cezar El-Nazli, Romania - BRL-CAD
- Conor Flynn, Ireland - Apertium
- Drew Gottlieb, United States - Copyleft Games Group
- Illya Kovalevskyy, Ukraine - KDE
- Liezl Puzon, United States - Sahana Software Foundation
- Mathew Kallada, Canada - RTEMS
- Matthew Bauer, United States - The NetBSD Project
- Mingzhe Wang, China - The NetBSD Project
- Mohammed Nafees, India - KDE
- Nicolás Satragno, Argentina - The Fedora Project
- Qasim Iqbal, Canada - Apertium
- Samuel Kim, United States - Copyleft Games Group
- Ze Yue Wu, Australia - The Fedora Project
Die beiden "Haiku-Studenten" waren:
- Przemysław Buczkowski, Poland - Haiku
- Vladimir Angelov, Bulgaria - Haiku
Interessant: es ist nicht nur kein Deutscher unter den Siegern, auch unter "ferner liefen" hatte Haiku keinen einzigen deutschen Schüler/Studenten (Verteilungstorte). Das war beim letzten Mal als es noch Bargeld gab anders. Zufall oder symptomatisch?
Das Haiku Projekt wird sich auch dieses Jahr für den Google Summer of Code (GSoC) bewerben. Sollte Haiku als Mentor-Organisation wieder auserwählt werden, wäre dies das siebte Mal in Folge. Beim GSoC haben Studenten die Gelegenheit drei Monate vollzeit und bezahlt in die Opensource-Welt hineinzuschnuppern. Dabei stehen ihnen erfahrene Mentoren der jeweiligen Projekte zur Seite. Die reine Programmierzeit beginnt am 17. Juni 2013 und endet am 23. September 2013. Alle wichtigen Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung.
Zu guter Letzt - hat wahrscheinlich sowieso jeder schon mitbekommen - Google war so großzügig dem Haiku Projekt $5.000 zu spenden. Vielen Dank, Google! Für das Haiku Projekt ist das ein ansehnlicher Betrag, der wie alle Spenden in erster Linie in die Entwicklung gesteckt werden soll. Generell entwickelt sich das Spendenaufkommen recht positiv, siehe Haiku Inc.'s Blogpost dazu.
Mittwoch, 2. Mai 2012
Haiku wieder beim Google Summer of Code
Zum sechsten Mal in Folge wird Haiku wieder am Google Summer of Code (GSoC) als eine von diesmal 180 Mentor-Organisationen teilnehmen.
Drei Monate lang werden Studenten aus aller Welt (mehr oder weniger) Vollzeit an ausgewählten Opensource Projekten arbeiten. Dabei sollen sie die Arbeit im Team kennenlernen und erfahren wie es ist ein größeres Projekt über einen längeren Zeitraum durchzuziehen. Die Mentor-Organisationen haben wiederum die Möglichkeit frische Entwickler zu gewinnen und profitieren natürlich vom Code, der in dieser Zeit entsteht.
Für den GSoC 2012 wurden Haiku fünf Studenten zugeteilt, alle mit sehr interessanten Projekten. Die fünf haben bereits bewiesen, dass sie sich schon etwas im Haiku Sourcecode auskennen. Als ein Auswahlkriterium mussten alle Kandidaten zumindest ein Ticket im Bugtracker lösen. Von den insgesamt 17 Patche aller Bewerber kamen 13 von den fünf "Auserwählten".
Die Projekte:
Yongcong Du - Blog
Mentor: Fredrik Holmqvist
Projekt: Energie sparen - CPUidle UnterstützungPawel Dziepak - Blog
Mentor: François Revol
Projekt: Netzwerk-Dateisystem - NFSv4 ClientAndreas Henriksson - Blog
Mentor: Axel Dörfler
Projekt: Dateisystem - Größe von BFS Partitionen ändernHamish Morrison - Blog
Mentor: Andrew Bachmann
Projekt: Java - OpenJDK PortAlex Smith - Blog
Mentor: Ingo Weinhold
Projekt: 64bit Unterstützung - x86_64 Port
Wer den Fortschritt der einzelnen Projekte näher verfolgen will, sollte ein Auge auf die Blogs der Studenten haben. Sie sind angehalten öfters mal mit einem Post zu informieren. Von allen gibt es mittlerweile einen ersten Eintrag, in dem sie ihre Projekte und die Planung für den Sommer (und darüber hinaus) vorstellen.
Neben den persönlichen Mentoren gibt auch wieder den bewährten Mentor-Pool. Alle Kommunikation mit den Studenten wird über eine Mailingliste erfolgen. So werden Verzögerungen vermieden - Studenten und Mentoren befinden sich ja unter Umständen in weit voneinander entfernten Zeitzonen. Außerdem werden die persönlichen Mentoren etwas entlastet, wenn es um nicht unbedingt projektbezogene Fragen geht.
Der Mentor-Pool:
- Bruno Albuquerque
- Stephan Aßmus
- Adrien Destuges
- Alexander von Gluck
- Rene Gollent
- Scott McCreary
- Urias McCullough
- Joseph R. Prostko
- Oliver Ruiz Dorantes
- Philippe Saint-Pierre
- Niels Sascha Reedijk
- John Scipione
- Alex Wilson
- Clemens Zeidler
- Siarzhuk Zharski
Allen Studenten und Mentoren vielen Dank und viel Erfolg in den kommenden Monaten. Dank auch an Matt Madia, der wieder die Organisation des Events übernommen hat!
Humdinger,
20:06
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Samstag, 17. März 2012
Haiku wieder beim Google Summer of Code (GSoC)
Dank der Organisation von Matt Madia wird Haiku auch im Jahr 2012 eine Mentor-Organisation im Google Summer of Code (GSoC) sein! Damit ist Haiku zum 6. Mal in Folge eines von diesmal 180 Open Source Projekten, die über den Sommer von Google gesponserte Studenten betreut.
Wie in der Bekanntmachung auf Haiku-os.org zu lesen ist, sollen vom GSoC Studenten und Mentor-Organisation gleichermaßen profitieren. Die einen erhalten einen Einblick in die Praxis von Projektarbeit in einem Team, das Projekt hat die Möglichkeit junge und motivierte neue Entwickler aufzunehmen, die auch nach Ende des GSoC weiter Code beisteuern. Zumindest ist das das Ziel, auch wenn das erfahrungsgemäß eher selten der Fall ist...
Auf alle Fälle erhält jede Mentor-Organisation $500 pro Studenten, die ihrerseits $5.000 für die 3 Monate Vollzeitarbeit in der aktiven Coding-Phase bekommen.
Wieviele Studenten Haiku diesmal zugeteilt werden steht noch nicht fest, aber es gibt schonmal einen Pool an Mentoren:
- Bruno Albuquerque
- Stephan Aßmus
- Adrien Destugues
- Jérôme Duval
- Axel Dörfler
- Alexander von Gluck
- René Gollent
- Fredrik Holmqvist
- Scott McCreary
- Urias McCullough
- Joe Prostko
- Niels Reedijk
- Oliver Ruiz Dorantes
- Philippe Saint-Pierre
- Ingo Weinhold
- Alex Wilson
- Siarzhuk Zharski
- Clemens Zeidler
Wer selbst gerne eine Mentoraufgabe übernehmen möchte, vielleicht auch nur als Teil des Mentor-Pools, der sich gemeinsam den allgemeinen Fragen widmet, sollte sich auf der Haiku Developer Mailingliste melden.
Interessierte Studenten finden auf den GSoC Seiten von Haiku-os.org ein FAQ und einige Ideen für mögliche Haiku Projekte.
Weitere Infos zum genauen Ablauf erfährt man direkt aus einem Kalender bei Google.
Humdinger,
19:00
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Samstag, 24. September 2011
Ergebnisse vom Google Summer of Code 2011
Der GSoC 2011 ist jetzt ja schon eine Weile rum und jetzt wirds höchste Zeit auch hier die Ergebnisse zu verkünden. Leider waren nicht alle acht Projekte erfolgreich; nur die Hälfte hat die Abschluss-Beurteilung positiv überstanden:
Mike Smiths: Gast-Erweiterungen für Haiku unter VirtualBox
Maus- und Zwischenablagen-Übernahme zwischen Hostsystem und Haiku funktionieren, genauso wie Datenaustausch über gemeinsame Ordner. Einzig eine bessere Grafikkartenunterstützung (wenn ich das richtig verstehe) ist unvollständig, da Haikus app_server ein zur 2D-Beschleunigung nötiges Feature fehlt. Dadurch ist der normale VESA Modus momentan noch schneller.
Leider macht die Kompilierung unter GCC2 Probleme, weswegen es die zum Test verfügbaren OptionalPackages nur für GCC4 bzw. GCC4hybrid kompilierte Haiku gibt (mit schnellem VESA oder mit langsamer Video-Unterstützung).
Mehr Infos in Mikes Blog und in Mentor Alexander von Glucks Email.
Source: GitHubNathan Heisey: SDL Upgrade auf V1.3
Wie in Nathans Blog zu lesen, gibt es noch ein paar kleine Problemchen, die es noch lösen gilt: Ändert man die Fenstergröße stürzt das SDL Programm ab, Wechsel zwischen Fenster-/Vollbildmodus führt zum Verlust der Tastatureingabe, startet man ein OpenGL Programm im Vollbildmodus bekommt man nur einen weißen Bildschirm.
Nathan möchte weiter an SDL arbeiten nachdem er sich eine kleine Verschnaufpause gegönnt hat.
Dank der großzügigen Unterstüzung durch Co-Mentor Ryan C. Gordon vom SDL-Team, ist der Code bereits in den offiziellen SDL-Trunk eingeflossen. Der Status des SDL-Haiku Branches lässt sich durch einen Buildbot live mitverfolgen.
Source: BitBucketGabriel Hartmann: USB-Videotreiber für Highend Webcams
Durch seine Nähe zur Hardware hatte (und hat) das Projekt so seine Tücken. Abstürze von Haiku und Webcam waren an der Tagesordnung und die Ursachen waren nur sehr zeitaufwendig und kompliziert zu ermitteln. Momentan kann eine Verbindung zur Kamera erfolgreich aufgebaut werden, aber bewegte Bilder sind leider noch nicht zu sehen.
Details finden sich in Gabriels Blog.
Der Source ist bereits Teil von Haiku: Commit r42688Sean Healy: Anbindung von Skriptsprachen an die C++ API
Die Anbindung von Perl und Python sind schon fast komplett, dabei wurde Python noch nicht ausgiebig getestet. Die lange Liste der umgesetzten Klassen findet sich in Seans Blog. Nach GSoC möchte sich Sean noch unter anderem um Funktionen und Templates zur Parameterübergabe kümmern und natürlich Bugs fixen.
Source: OsDrawer
Die anderen vier Projekte haben den Summer of Code leider nicht erfolgreich abschließen können. Das lag zum Teil an mangelnder Kommunikation und zu geringen Fortschritten in den verschiedenen Phasen des GSoC. Aber auch Zeitzonenunterschiede zwischen Student und Mentor waren ein Problem, und vor allem dass bei manchen Studenten das GSoC Programm bereits begonnen hat, während sie noch Prüfungen zum Ende ihres Semesters abzulegen hatten.
Von den nachfolgend gelisteten vier Projekten haben sich in ihren Blogs Dario "Barrett" und Jack "jrabbit" zu ihrer Bewertung geäußert, bzw. angekündigt, trotzdem an ihrem Projekt arbeiten zuwollen. Kudos!
Dario Casalinuovo: Services Server und Integration von Kontakt-Dateien
Source: GitHubJian Jiang: USB 3.0 Unterstützung
Der Source ist bereits Teil von Haiku: Commit r42511Jack Laxson: Bâtisseur: Ein Build-Server für alle Fälle
Source: GitHubAnkur Sethi: Portierung von ZFS
Source: GitHub
Danke an alle Studenten und Mentoren und alle die hinter den Kulissen für ein weiteres tolles GSoC gesorgt haben!
Humdinger,
11:34
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Dienstag, 26. April 2011
8 Studenten im GSoC 2011
Heute wurde die Studenten und ihre Projekte für den Google Summer of Code 2011 bekannt gegeben. Haiku wurde mal wieder großzügig berücksichtigt: mit 8 Studenten sind es diesmal sogar einer mehr als 2010!
Dies sind die diesjährigen Projekte, ausgewählt aus 35 Bewerbungen:
Dario Casalinuovo
Mentor: Alex Wilson
Projekt: Services Server und Integration von Kontakt-DateienGabriel Hartmann
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: USB-Videotreiber für Highend WebcamsSean Healy
Mentor: Niels Sascha Reedijk
Projekt: Anbindung von Skriptsprachen an die C++ APINathan Heisey
Mentor: Adrien Destugues
Projekt: SDL UpgradeJian Jiang
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: USB 3.0 UnterstützungJack Laxson
Mentor: Oliver Tappe
Projekt: Bâtisseur: Ein Build-Server für alle Fälle.Ankur Sethi
Mentor: Bruno Albuquerque
Projekt: Portierung von ZFSMike Smith
Mentor: Alexander von Gluck IV
Projekt: Gast-Erweiterungen für Haiku unter VirtualBox
In den nächsten Tagen werden alle Studenten ihre Projekte kurz mit einem Eintrag in der offiziellen Blog-O-Sphere vorstellen, wo sie auch über die gesamte Dauer des GSoC über ihre Fortschritte informieren sollen.
Viel Erfolg, Studenten und Mentoren!
Humdinger,
06:47
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Samstag, 19. März 2011
Haiku beim Google Summer of Code 2011
Bereits zum fünften Mal in Folge wurde das Haiku Projekt nun für den Google Summer of Code (GSoC) akzeptiert. Vom 23. Mai an werden eine handvoll Studenten (die genaue Anzahl wird erst noch bekannt gegeben) bis zum 26. August an diversen Projekten für Haiku arbeiten. Die Studenten können ihre eigenen Ideen vorstellen oder sich für einen der für sie interessanten Vorschläge entscheiden.
Während ihrer gesamten Arbeit werden sie neben einem erfahrenen Haiku-Entwickler zu ihrem jeweiligen Thema auch von einem kleinen Entwickler-Pool begleitet. Die Mentoren sind dieses Jahr:
Bruno Albuquerque, Stephan Aßmus, Adrien Destugues, Jérôme Duval, Alex von Gluck, René Gollent, Phillippe Houdoin, Ryan Leavengood, Scott McCreary, Niels Reedijk, Philippe Saint-Pierre, Oliver Tappe, Ingo Weinhold, Alex Wilson, Clemens Zeidler und Siarzhuk Zharski.
Der GSoC dient in erster Linie dazu jungen Entwicklern die Arbeit an Opensource Projekten schmackhaft zu machen, bzw. die Realität vom gemeinsamen Arbeiten an einem größeren Projekt zu zeigen. Das Haiku Projekt erhofft sich neben der Umsetzung eines interessanten Features, in erster Linie die Bindung neuer Entwickler an das Projekt, die es mit neuen Ideen und Motivation bereichern.
Neben der Erfahrung und das Prestige für den Lebenlauf, winken erfolgreichen Studenten $5.000. Sie müssen sich allerdings bewusst sein, dass es sich hier um einen Vollzeitjob handelt, bei dem es nicht mit ein paar Stunden pro Woche getan ist...
Bis zum 8. April können sich Studenten für ein Projekt bewerben. Alle Details finden sich in Haikus GSoC FAQ.
Humdinger,
08:06
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Dienstag, 14. September 2010
Ergebnisse des Google Summer of Code 2010
Matt Madia berichtet über die Erfolge für das Haiku Projekt im diesjährigen Google Summer of Code. Von den sieben angetretenen Studenten konnten fünf ihre Projekte erfolgreich umsetzen. Hier nochmal alle Studenten im Schnelldurchlauf:
- Atis Elsts -- IPv6 Implementierung - Code
IPv6 ist noch nicht offiziell im Image angekommen, vorher muss noch einiger Code z.B. für den NetServer und ifconfig aus Atis haikuipv6 github eingebaut werden. Atis möchte gern weiter an diesem Thema arbeiten bis IPv6 voll einsatzfähig ist.
- Janito Vaqueiro Ferreira Filho -- Ext3 Unterstützung - Code
Leseunterstützung ist bereits vorhanden, geschrieben werden kann erst wenn das Journaling ordentlich durchgetestet wurde. Nebenher hat Janito übrigens auch noch einige Bugs in BFS und dem Block Cache gefunden und repariert.
- Lucian Adrian Grijincu -- lkl-haiku-fsd
Obwohl er anfangs von allen als ausgesprochen vielversprechend eingeschätzt wurde, hat Lucian leider nicht die Beurteilung zur GSoC-Halbzeit überstanden. Er konnte wochenlang nicht von seinem Mentor erreicht werden und der Umfang des ausgearbeiteten Codes blieb auch hinter den Erwartungen zurück. Der Code liegt auf github: lkl-linux-2.6, lkl-haiku-fs.
- Christopher Humphries -- Erweiterung von MediaPlayer - Code
Weil er kurz nach dem Start von GSoC von seiner Uni erfahren hat, dass diese nun doch keine GSoC-Teilnahme als Praktikum akzeptiert, musste Christopher sein Projekt auf DVD-Unterstützung zusammenstreichen. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass das Media Kit erst noch einige Features benötigt, bevor alles umgesetzt werden kann. Dazu machte Christopher auch einige Vorschläge. Sein Haiku-DVD-Addon liegt auf github.
- Christophe Huriaux -- Services Kit Fundament - Code
Momentan kommt das Services Kit mit synchronen und asynchronen HTTP Requests zurecht. Als Testanwendung hat Christophe WebPositive so umgebaut, dass es das Services Kit anstelle von cURL benutzt. Wie er berichtet erfuhr Web+ dadurch einen echten Geschwindigkeitsschub zum Beispiel beim Download. Auch nach dem GSoC möchte Christophe weiter am Kit arbeiten und unter anderem durch Nutzung von Add-ons die Entwicklung weiterer Protokolle vereinfachen.
- Nathan Mentley -- x86_64 Port
Nathan hat leider die Schlussbewertung nicht überstanden. Hauptgründe waren ungenügende Kommunikation und fehlende regelmäßige Patches. Insofern ist der Kernel Port nicht vollständig: der meiste Code ist "stubbed", aber es fehlen wichtige Teile wie vm86 und SMP und auch andere Sachen wie Paging und Wechsel in den Long Mode haben noch Probleme. Nathan sagt selbst, dass sich das Projekt als größere Herausforderung herausstellte, als er anfangs erwartet hatte. Einige ältere Patches liegen auf Trac: #6306, #6307, #6308, #6309, #6310.
- Alex Wilson -- Haiku Layout API vervollständigen - Code
Alex implementierte die Archivierung von BLayout, BLayoutItem und deren Unterklassen, BLayout ist jetzt eine abgeleitete Klasse von BLayoutItem und diverse Anwendungen wurden so umgebaut, dass sie nun die Layout API benutzen. Alex bekam noch während seines Projekt Schreibrechte im SVN und ist entschlossen weiter an der Layout API zu arbeiten, damit sie bald ein offizieller Teil von Haiku werden kann.
Humdinger,
15:20
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Dienstag, 15. Juni 2010
GSoC 2010 Blogs
Die 7 Google Summer of Code Studenten kommen so langsam in die Gänge (einige werden noch etwas ausgebremst durch letzte Examen vor der Semesterpause) und berichten auf ihren Blogs über ihre Arbeit. Die Inhalte sind natürlich oft sehr technisch, aber wer über die Fortschritte auf dem Laufenden sein möchte, sollte öfters mal dort vorbeischauen. Die Studenten sind angehalten zumindest alle zwei Wochen über ihren Status zu berichten.
Hier nochmal alle GSoC Teilnehmer mit Links zu ihren Blogs:
- Atis Elsts - Blog
Mentor: Alexander von Gluck IV
Projekt: IPv6 Implementierung
- Janito Vaqueiro Ferreira Filho - Blog
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: ext3 Dateisystem Implementierung
- Lucian Adrian Grijincu - Blog]
Mentor: Niels Sascha Reedijk
Projekt: lkl-haiku-fsd: generischer Haiku Dateisystem Treiber für alle von Linux unterstützten Dataisysteme
- Christopher Humphries - Blog
Mentor: David McPaul
Projekt: Verbesserungen und Erweiterungen für den Media Player
- Christophe Huriaux - Blog
Mentor: Stephan Assmus
Projekt: Implementierung der Grundlagen eines Services Kit
- Nathan Mentley - Blog
Mentor: Michael Lotz
Projekt: Haiku x86_64 Port
- Alex Wilson - Blog
Mentor: Adrien Destugues
Projekt: Perfektionierung der Layout API
Humdinger,
19:58
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Dienstag, 27. April 2010
Sieben GSoC Studenten auf einen Streich
Eigentlich nur folgerichtig: nach fünf Plätzen in 2008 und sechs in 2009 kann das Haiku Projekt dieses Jahr sieben Studenten beim Summer of Code 2010 verbuchen! Eigentlich wären es nur sechs gewesen, aber Dank Matt Madia, der Haikus GSoC Präsens managed, konnte in den letzten Tagen der Meldefrist noch der siebte Platz für Haiku gesichert werden.
Noch ein paar weitere Zahlen: Insgesamt haben sich 367 Organisationen um GSoC Plätze bemüht und 5539 Bewerbungen von Studenten gingen ein. Letztendlich wurden 152 Organisationen angenommen, darunter auch Haiku, bei dem allein 26 Bewerbungen eingingen.
Wie schon im letzten Jahr wurden die Studenten angehalten zusammen mit ihrer Bewerbung einige Tickets im Bugtracker zu lösen. Dadurch lässt sich ein Bewerber schon etwas einschätzen und es ist sicher gestellt, dass schon mal eine funktionierende Entwicklungsumgebung vorhanden ist wenn es los geht. Da Bewerbungen als auch Patches alle von so außerordentlicher Qualität waren, stellte sich die Auswahl der Studenten als überaus schwierig heraus.
Nach drei Stunden IRC Konferenz der Mentoren stand noch nicht mal der sechste Platz fest... Dies sind Haikus diesjährigen GSoC Studenten und ihre Mentoren:
- Atis Elsts
Mentor: Alexander von Gluck IV
Projekt: IPv6 Implementierung
- Janito Vaqueiro Ferreira Filho
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: ext3 Dateisystem Implementierung
- Lucian Adrian Grijincu
Mentor: Niels Sascha Reedijk
Projekt: lkl-haiku-fsd: generischer Haiku Dateisystem Treiber für alle von Linux unterstützten Dateisysteme
- Christopher Humphries
Mentor: David McPaul
Projekt: Verbesserungen und Erweiterungen für den Media Player
- Christophe Huriaux
Mentor: Stephan Assmus
Projekt: Implementierung der Grundlagen eines Services Kit
- Nathan Mentley
Mentor: Michael Lotz
Projekt: Haiku x86_64 Port
- Alex Wilson
Mentor: Adrien Destugues
Projekt: Perfektionierung der Layout API
Außerdem gebührt Google Dank für sein Summer of Code Programm, dessen Administratoren Carol Smith, Cat Allman, Chris DiBona und Ellen Ko; dem Melange Team und natürlich den Haiku Mentoren.
Humdinger,
19:35
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Freitag, 19. März 2010
Haiku beim Google Summer of Code 2010
Zum vierten Mal in Folge hat es Haiku als Mentor-Organisation in Google's Summer of Code (GSoC) geschafft! Bei diesem Programm sponsert Google die 3-monatige Arbeit von Studenten an ausgewählten Open Source Projekten. Wieviele Studenten dieses Jahr dem Haiku Projekt helfen dürfen, stellt sich erst noch heraus.
Eine vorläufige Liste der Haiku Mentoren gibt es aber schon mal:
- Bruno Albuquerque
- Stephan Aßmus
- Adrien Destugues
- Axel Dörfler
- Jérôme Duval
- René Gollent
- Ryan Leavengood
- Scott McCreary
- Niels Reedijk
- Oliver Ruiz Dorantes
- Philippe Saint-Pierre
- Ingo Weinhold
Alle Infos finden sich auf Haikus GSoC 2010 Seite. Um Haikus Teilnahme am GSoC 2010 bekannter zu machen, vor allem an Universitäten, gibt es einen schönen Flyer (PDF, PNG) zum Aushängen.
Humdinger,
17:38
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Dienstag, 22. September 2009
Ergebnisse vom 2009er Summer of Code
Matt Madia hat die Ergebnisse vom Google Summer of Code und dem Haiku Code Drive 2009 vorgestellt. Das dritte Jahr dieser Aktionen war noch erfolgreicher, als das Jahr zuvor. Fünf der sechs GSoC Studenten und einer der beiden HCD Studenten haben ihr Projekt erfolgreich zuende gebracht.
Adrien Destugues und Bryce Groff haben sich sogar direkten Schreibzugriff in Haikus Code erarbeitet, und Maxime Simon hat sich dieses Privileg beim WebKit Projekt verdient.
Im Originalartikel werden nochmal detailliert alle Projekte und ihr momentaner Stand aufgeführt. Hier nur in Kürze die Stundenten und ihre Mentoren:
- GSoC: Lokalisierungs-Unterstützung
Student: Adrien Destugues ("PulkoMandy" Blog)
Mentor: Oliver Tappe
- GSoC: Portierung auf die ARM Architektur
Student: Johannes Wischert ("pfoetchen" Blog)
Mentor: François Revol
- GSoC: Update von DriveSetup/Disk_Device
Student: Bryce Groff ("bebop" Blog)
Mentor: Ingo Weinhold
- GSoC: Integration von WebKit in einen Haiku Browser
Student: Maxime Simon (Maxime Simon Blog)
Mentor: Ryan Leavengood
- GSoC: Implementierung von ZeroConf Unterstützung mit mDNSResponder
Student: Jie Ma (Ma Jie Blog)
Mentor: Axel Dörfler
- HCD: Volltext-Indizierung und Suchwerkzeug
Student: Ankur Sethi ("AntiRush" Blog)
Mentor: Rene Gollent
Raghu Nagireddy wollte unter Stephan Aßmus den Datenaustausch mit anderen Betriebssystemen verbessern, indem er als HCD-Student eine BFS FUSE Implementierung entwickelt. Das Projekt wurde leider nicht abgeschlossen, so dass sich von dieser Arbeit nur Teile im Haiku Code Repository befinden.
An alle Studenten und deren Mentoren herzlichen Dank! Hoffentlich wird der GSoC/HCD 2010 genauso erfolgreich!
Humdinger,
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Samstag, 27. Juni 2009
GSoC/HCD 2009 Status, Monat 1
Der erste der drei GSoC/HCD Monate ist um. Obwohl einige Studenten noch mit ihren Semesterprüfungen beschäftigt waren, gibt es einen kleinen Statusbericht der meisten Teilnehmer. Weitere Details tauchen immer wieder auf deren Blogs auf.
- Adrien Destugues (Blog)
Adriens Arbeit an Kataloge für Übersetzungen von Anwendungen funktioniiert jetzt grundsätzlich mit Haikus API. Als nächstes kommt unter anderem International Components for Unicode (ICU) und ein Panel zum Einstellen der Sprache dran. ICU bietet u.a. Konvertierungen von Datum, Zeit, Währungen und ähnlichen länderspeifischen Besonderheiten. Später, nach dem eigentlichen GSoC soll es noch einen Wrapper für die gettext Bibliothek für POSIX Anwendungen geben.
- Maxime Simon (Blog)
Maxime und sein Mentor Ryan Leavengood haben an den Grundlagen für den Browser gearbeitet und den WebKit Port auf den neuesten Stand gebracht. Insbesondere hat Maxime an der Bookmark Verwaltung, einer Werkzeugleiste und dem Design vom Rendern mehrerer paralleler Prozesse gearbeitet. Anfang des Monats war er mehr mit dem WebKit beschäftigt, dessen Haiku-spezifischer Code an an die aktuelle Version angepasst werden musste.
- Johannes Wischert (Blog)
Johannes hat endlich seinen Gumstix Overo Water samt Tobi Erweiterung geliefert bekommen. Vorher hat er sich auf den Kernel und den U-Boot Loader konzentriert, die er unter Qemu getestet hat. Als nächstes steht die MMU Unterstützung und einen Treiber für den microSD Cardreader an.
- Bryce Groff (Blog)
Bryce hat schon einiges an Code hochgeladen. Mit DriveSetup können mittlerweile BFS Partitionen erstellt und gelöscht werden. Getestet hat er das ganze übrigens unter Haiku, das in Qemu unter Haiku lief!
- Ankur Sethi (Blog)
CLucene, eine Bibliothek für eine Such-API, gibt es Dank Ankurs Portierung nun als OptionalPackage im Buildsystem. Der Indizierungs Daemon, der ermittelt welche Dateien indiziert werden sollen oder deren Index aktualisiert werden muss, mach auch schon erste Fortschritte. Diese Ergebnisse zu durchsuchen und mittels Translators innerhalb von nicht-Textdateien zu suchen, stehen auch noch auf Ankurs Agenda.
- Raghu Nagireddy (Blog)
Raghu hat die wichtigsten Funktionen des FUSE Moduls implementiert. Für den Rest muss er sich noch etwas eingehender mit Haikus Virtual File System auseinandersetzen. Dann muss das Ganze mit der fs-shell kompiliert werden. Das Debugging kann dann mit Werkzeugen des Hostsystem übernommen werden.
Humdinger,
19:39
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Dienstag, 2. Juni 2009
GSoC'09 Interview mit Alexey Burshtein
IsComputerOn hat noch einen Nachzügler für die GSoC'09 Interviews zu bieten: Alexey "hitech" Burshtein.
Erzähl uns als erstes etwas über Dich. Wie hast Du mit den Programmieren angefangen? Warum hast Du Dich dafür entschieden?
Diese beiden Fragen hängen eng miteinander zusammen, ich werde sie also auch zusammen beantworten. Ich heiße Alexey Burshtein. Ich habe russische Wurzeln (oder sollte ich "sovietisch" sagen? :) ), bin 1978 in West-Sibirien in Irkutsk geboren. Hier möchte ich mal die Gelegenheit ergreifen und eine falsche Vorstellung vieler zurechtrücken, wenn sie an Sibirien denken: Viele denke da an einen eiskalten, von Schneestürmen heimgesuchten Ort. Während das im Winter meistens stimmt, Temperaturen sinken bis zu -30°C, sind die Sommer normalerweise brühtend heiß. Dann steigen die Tempereaturen bis auf +40°C. Niemand sagt, das Leben sei einfach, besonders nicht an Orten wie diesen. :)
Als ich fünf war, ist meine Familie in die kleine russische Stadt Nalchik im Nord-Kaukasus umgezogen, 200 km weg von Tschetschenien (durch den Krieg gegen Russland bekannt geworden). Hier begann ich die Schule und machte meine ersten Erfahrungen mit Computern. Als ich sieben war, fing mein Vater bei einer Baufirma an, die Berechnungen auf ES Computern machten. Das waren im Grunde die gleichen alten IBMs, von den Soviets gestolen und unter einem anderen Namen produziert. Die Technik von damals kann man heute wohl nur noch im Museum sehen, und zwar in einem großen Austellungsraum: Der Computer, so schnell wie ein heutiger Taschenrechner, war so groß wie ein Basketballfeld mit geregelter Lufttemperatur und-feuchtigkeit.
Und, da steh ich zu dem Wort, ich arbeitete mit diesen Kisten. Schon damals - wir reden hier vom Jahr 1985 - im Westen hatte man da schon Apple Macs, die erste Microsoft Windos Version (Gott bewahre! :) ), Festplatten und andere Früchte des Fortschritts. Zu dieser Zeit tippte ich meine ersten BASIC Programme ein (Text-basierte Spiele im Stil von "Rogue"), die ich auf Lochkarten, Lochstreifen und seltener auf Magentbänder speicherte. Falls ich die wertvollen Speicherresourcen und Computerzeiten für meine Programmierversuche verschwenden durfte (was normalerweise kein Problem war, weil mein Vater die Abteilung leitete :) ).
Dort sah ich auch meinen ersten Computer in PC-Größe: Einen "Iskra-226", ein Computer von Russen konstruiert aber eigentlich eine Replika eines Wang 2200. 1987 fiel er mir in die Hände. Er hatte eine 8 Zoll Floppy, formattiert 237 KB, 2-Farb Display mit sagenhaften 31 cm (12") Diagonale und 512x256 Pixel und wog ungefähr 40 kg. Sein Riesenvorteil - und das mein ich ernst - war, dass BASIC in der Kommandozeile integriert war. So konnte man ganz einfach anfangen am Prompt sein Programm einzutippen (10 INPUT X, "Enter", 20 PRINT X etc.), laufen zu lassen und zu debuggen. Alles ohne eine besondere Entwicklungsumgebung starten zu müssen. Ich glaube ja, dieser Vorteil wurde unterschätzt und eine Kommandozeile, die zugleich eine IDE ist, ist eine tolle Sache.
Der Rechner hatte auch eine externe Festplatte - 5 MB in der Größe von Opas altem Venyl Plattenspieler. Durch die durchsichtige Abdeckung konnte man die sich bewegenden Schreib/Lesekopf-Arme sehen und es war ein tolles Gefühl ein Programm zu schreiben, das diese Bewegungen kontrollierte. Ich durfte die Platte weder lesen noch beschreiben, aber programmierte die Ärmchen so, dass sie zu meinen Lieblingsliedern tanzten. Die Motoren für die Köpfe, die rotierende Platte und deren hoch- und runterfahren, machten alle unterschiedliche Geräusche und so hab ich versucht Musik damit zu machen. Manchmal klappte das sogar, meistens aber nicht. :)
Irgendwann schenkte IBM meiner Schule einige IBM PS/2 Rechner und als ich in die 8. Klasse kam beschäftigte ich mich mit höheren Sprachen wie Pascal. Normalerweise zählte ich zu den Besten in meiner Klasse. Für meine Klassenarbeit entwickelte ich sogar ein kleines Intro mit funkelnden Sternen, fliegenden Raketen, wehenden Fahnen usw. (im interstellaren Vakuum - auf Realismus kam's mir da noch nicht an ;) ). Ihr hättet meinen Lehrer sehen sollen, als er meine Hausaufgabe korrigieren wollte und auf mein Intro stieß - das ganze Brimborium nur für sowas wie das Maximum aus drei Zahlen finden oder eine Bubblesort Implementierung! Neben dem normalen Unterricht nahm ich an einem zusätzlichen Kurs teil, bei dem auf einem höheren Level an Algorithmen und Problemlösungen gearbeitet wurde. Und da fing alles an... Auch nachdem ich 1994 nach Israel ausgewandert bin, programmierte ich immer weiter und hab bis heute nicht aufgehört.
Bis 2001 hab ich nie daran gedacht professionell zu programmieren. Im Gegenteil, ich wollte Physiker werden und tat alles um diesen Traum zu verwirklichen. Ich zweifelte erstmals an dieser Entscheidung, als mir klar wurde, dass fortgeschriettene Nuklearphysik, die mich besonders interessierte, fast zu 95% aus höherer Mathematik bestand. Und meine Noten im Einführungskurs zur Programmierung waren alle viel besser als jedem Physikkurs.
Seit 2002 arbeitete ich in den IBM Labs in Haifa in der Systems & Storage Abteilung. Meine Aufgabe war der Support und die Entwicklung von Debugging Tools, die Entwicklung von "Advanced Mirroring" (kontinuierliches Kopieren) für die DS8000 und DS6000 High-End Enterprise-Level Speicherserver, Codepflege etc. Diesen April habe ich IBM verlassen, um mein Studium für mein Master-Diplom fortzusetzen.
Was mich besonders zu Computer hinzog, waren Computerspiele. Die guten alten Titel wie Prehistorik, Nightmare on Elm Street, King's Bounty (Vorgänger der "Heroes of Might and Magic" Serie, Starcon, Wing commander und natürlich Prince of Persia. Alle fast perfekt - aber halt nicht ganz perfekt. Daher mein Drang sie zu perfektionieren, damit sie sich so verhielten, wie ich es gern hätte. Aber sobald ich an einem Spiel arbeitete, merkte ich, dass es einfacher war ein komplett neues Spiel zu entwickeln, als ein bestehendes Spiel zu disassemblen und zu "korrigieren" (damals konnte ich nur Pascal und BASIC). Soweit ich mich erinnere war ein FPS Raumschiff Simulator das einzige Projekt, das ich fertiggestellt und für meine Freunde "veröffentlicht" habe.
Ich finde Computerspiele sind sehr wichtig für die Entwicklung eines Programmierers. Zumindest sind sie ein guter Ausgangspunkt.
1999 arbeitete ich bei Israel's größsten Internet Provider "NetVision Ltd." im Privatkunden Support. Erinnert ihr euch an die Typen, die ihr anruft when ihr euch nicht mehr mit dem Internet verbinden könnt? Ich war einer von ihnen. Verdammt, für 4 Jahre war ich dabei, von Januar 1999 bis Ende 2002. Im Schnitt entkommen die Leute nach 8 Monaten aus dieser Abteilung. Seit dem denke ich über ein Drehbuch für ein IT Horrorfilm nach, basierend auf wahren Gegebenheiten. Ich fürchte allerdings der Film käme gleich wegen extremer Gewaltdarstellung auf den Index. :)
Eines kalten Dezember Abends, während einer langen, einsamen Schicht, erwischte ich einen Kollen mit einer CD in der Hand, wie er durch die Abteilung lief. Die CD war mit "BeOS 4.5" beschriftet.
Zwei Wochen vorher hatte ich mir eine nVidea RIva TNT2 M64 Grafikkarte gekauft. Beim durchstöbern der nVidia Webseite nach Treibern, sah ich, dass es auch Treiber für BeOS gab. Das Logo war so attraktiv: blau, weiß und rot... Das fiel mir sofort wieder ein, als ich die Beschriftung sah. Natürlich schnapte ich mir die CD aus der Hand meines Kollegen und kopierte sie. (Für mich war zur der Zeit "für Software bezahlen" etwas das nur den "Bösen" in Hollywood Filmen zustieß.)
Ich hab das Betriebssystem dann auf meinem Rechner installiert und war beeindruckt von der Geschwindigkeit, den kurzen Ansprechzeiten und der Qualität und Benutzbarkeit des Systems. Als erstes hab ich mich mit dem Uni-Netzwerk verbunden (damals wohnte ich im Wohnheim). Das ging in nur 20 Sekunden. Ich weiß noch, wie geschockt ich vor der Tastatur saß, weil ich nicht glauben konnte, dass es so einfach war. Bei Windows 98 (dem einzigen OS auf meinem Rechner damals) musste ich mehrmals neu Booten, um die selbe Netzwerkverbindung einzurichten.
Die blaue Hintergrundfarbe entsprach genau meinem Lieblingston. Zusammen mit den leuchtend gelben Reitern wurde das OS sofort mein bester Freund. Es war auf meinem Rechner sogar mein Hauptsystem bis letzten Herbst, als es wegen Hardwareänderungen nicht mehr hochfuhr.
Nur selten würde ich Software als lebendig bezeichnen, aber hier war so ein Fall: Von Anfang an verglich ich BeOS mit einem hübschen, sportlichen Mädchen in einem schönen Kleid, das mal albern und kindisch, sich mal ziert oder eifersüchtig ist (besonders wenn sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, d.h. Du es für längere Zeit nicht mehr bootest). Aber normalerweise vergibt sie schnell wieder und hilft Dir wo sie kann. Und da bin ich wohl nicht allein (hier auch). In der Diskussion zu diesem Bild rief jemand sofort "Hm... Haiku!". Er assoziiert Haiku anscheinend auch mit einem Mädchen. Der Punkt ist, BeOS und ihre Nachfolger sind, genauso wie Schiffe, lebendige Wesen. Windows verbinde ich übrigens mit einem hässlichen, langsamen und schwergewichtigen Arbeitspferd(... bullock), mehr ist es nicht.
Meine Besessenheit mit BeOS lässt sich belegen: Eines meiner poetischsten Komplimente für eine Frau war "Du bist noch besser als BeOS". Wenn das nicht überzeugt: Meine drei Katzen heißen Bes, Haiku und Zet - ratet mal wem zu ehren. :)
Seit Anfang 2000 bin ich als Alex Hitech Mitglied in der russischen BeOS Community. Ich habe schon einige Programme für BeOS geschrieben, die ich aber erst veröffentliche, wenn ich mit ihrer Qualität zufrieden bin. Die Liste meiner Programme ist daher ziemlich kurz.
Fast hätt ich's vergessen, ich hab für BeOS ein kleines Buch geschrieben: "Immigrant's guide to BeOS (ehemals "BeOS Bubble" in Anlehnung an die BeOS Bible). Darin beschreibe ich so ungefähr was in der BeOS Bible in den ersten fünf Kapiteln steht, also eine Beschreibung des BeOS, seine Vor- und Nachteile, Installation, eine Beschreibung aller mit BeOS kommender Programme und wie man ins Internet kommt. Das Buch ist auf Russisch und wurde bis vor kurzem Online veröffentlicht. Außerdem war es Teil der "BeOS/Zeta Expedition CD".
Wie hast Du vom GSoC erfahren und wann wolltest Du das erste mal teilnehmen?Weil ich die BeOS Community ungefähr seit dem Jahr 2000 im Auge behalte, war mir der Google Summer of Code der letzten Jahre bekannt - genauer, seit Haiku beim GSoC mitmacht. Ich dachte daran teilzunehmen, aber dafür bräuchte ich eine Genehmigung meiner Vorgesetzten, was nicht einfach gewesen wäre. Um ein closed-source Freeware Programm zu entwickeln braucht man übrigens in der Regel keine Genehmigung. Die einzige Bedingung ist, dass Programm nicht mit dem Produkt des Arbeitgebers konkurriert.
Das Problem ist folgendes: Wenn jemand in seiner Freizeit an einem open-source Projekt arbeitet, könnte er dabei zufälligerweise auf eine Lösung stoßen, die er dann später auch bei seinem closed-source Arbeitsprojekt verwendet. GPL-code in die Storage-Software einzuschleusen, wäre eine Katastrophe für meine Arbeitgeber. Wegen der "infizierenden" Wirkung der GPL, müssten sie die gesamte Software ebenfalls unter der GPL rausgeben. Kleinere Firmen könnten bei sowas sogar bankrott gehen. Deswegen ergreift jede Firma, die propritäre Software entwickelt, Maßnahmen um selbst zufälligen Kontakt ihrer Angestellten mit open-source Code zu verhindern, der vorher nicht durch ihre Rechtsabteilung geprüft wurde. Das geht sogar so weit, dass in einigen Firmen die Angestellten, die an einem open-source Projekt, in einem eigenen Gebäude sitzen und keinerlei Kontakt zu den anderen haben dürfen, die an ähnlichen, aber proprietären Projekten arbeiten.
Und das wiederum bedeutet, dass jeder der an einem open-source Projekt arbeiten will, unbedingt mit seinem Vorgesetzten reden muss. Der geht dann mit dem Anwalt über die Projektbeschreibung und, nach dem Schneeballprinzip, kann das bis zur höchsten Managementstufe gehen bis eine Genehmigung erteilt wird. Firmen nehmen Lizensierungsfragen wirklich sehr ernst, oh ja!
Zurück zu mir und den GSoC. Ich habe eine generelle Genehmigung bekommen, eigene Anwendungen für BeOS zu entwickeln (solange ich kein Konkurrenzprodukt zum DS8000 baue :) ). Ein Engagement beim GSoC würde allerdings eine viel eingehendere Prüfung erfordern. Daher hab ich nicht mal versucht mich zu bewerben.
Dieses Jahr wusste ich allerdings, dass ich IBM verlassen würde und meldete mich endlich für den GSoC an. Ich habe drei Bewerbungen für drei Haiku Projekte abgegeben.
Warum ist es Haiku für Dich wert daran zu arbeiten?Wie ich vorher schon sagte, bin ich ein riesen Fan von BeOS und seinen Derivaten. Haiku ist es also per Definition wert. :)
Im Ernst, BeOS' Stärken sind gepaart mit der freien open-source Lizenz einfach überwältigend. Ich glaube zwar nicht, dass die ganze Welt plötzlich aufhört Windows zu benutzen und stattdessen Haiku installiert (obwohl das die perfekte Zukunft wäre :-P ), aber im Ernst, Haiku ist elegant, durchdacht und schnell. Benutzer wie Entwickler können sehr einfach mal damit rumspielen.
Zwei Punkte, die meine Behauptung stützen:
Erstens, meine Mutter ist ein ganz besonderer Computernutzer. Falls bei Wikipedia mal einen Artikel über den "Primitiven Nutzer" (und damit meine ich das Gegenteil zum "Fortgeschrittenen Nutzer") geben wird, wäre der Artikel mit einem Bild meiner Mutter illustriert. Sie benutzt immer noch einen 486er mit Windows 3.11, weil ihre Bedürfnisse damit voll abgedeckt werden (sprich: es läuft "Solitär"). Nichtsdestotrotz kam sie gut zurecht als sie mal meinen Rechner benutzen musste - Programme starten, Spiele, ins Internet gehen, Musik und Filme abspielen - unter BeOS gar kein Problem für sie. Was die Sache erschwerte, war die fehlende Lokalisierung. Obwohl meine Mutter kein Englisch kann, meisterte sie auch das. Für mich ist das genau die Bedeutung von "Intuitive Bedienung": Selbst ein User fast ohne Computer Erfahrung kann ihre Aufgaben erfolgreich erledigen. Die Bedienoberfläche ist eine der großen Stärken von BeOS. Und da Haiku die gleiche benutzt, somit auch eine Stärke von Haiku.
Zweitens, ich bin Programmierer. Ich hab auf Systemebene schon unter diversen Betriebssystemen programmiert, darunter AIX, QNX und OS/2 (ich hatte das Glück in einer Abteilung mit Leuten zuarbeiten, die OS/2 mitentwickelt hatten). Und ich muss sagen, unter keinem OS ist die Anwendungsentwicklung einfacher. Die API ist rund, logisch und nachvollziehbar - was auf die Win32 API z.B. nicht zutrifft.
Die einfache Bedienung und Entwicklung sind die Stärken von Haiku. Sie versprechen eine große Zukunft.
Wie gesagt, habe ich mich mit drei Projekten beworben:Webcam Treiber
Je mehr Leute Haiku benutzen, desto mehr wollen das zukünftige Multimediasystem auch für Multimedia nutzen. Eine Kamera zu verwenden ist ein Grundbaustein von modernem Multimedia. Wenn immer mehr Leute Video Chats abhalten, werden sie sauer sein, wenn ihre Kamera unter Linux und Windows funktioniert, aber nicht unter Haiku. Außerdem hab ich mir gedacht es wäre schön wenn Haiku Usergroups ihre Treffen in Echtzeit ins Netz übertragen könnten. :)Verbesserung des WebKit und Entwicklung eines WebKit-basierten, nativen Haiku Browser
Je mehr Menschen Haiku im Alltag benutzen, desto mehr wird Haiku davon profitieren. Weil die meisten User mit ihnen spielen, Dokumente bearbeiten, Multimedia abspielen (E-Books lesen gehört hier auch zu Multimedia) und durch's Netz surfen, wird die Entwicklung eines feature-reichen schnellen Browsers ein Viertel aller Probleme von Haiku Neulingen lösen. Oder gar die Hälfte, wenn Google Documents für ihre Zwecke ausreicht.Entwicklung einer Kalender/Organizer Anwendung
Das ist mein Favorit. Ich hab mit diesem Programm angefangen, lange bevor ich meine Bewerbung abgeschickt habe. Der Grund war, dass ich irgendwie meine Zeitplanung praktisch erledigen wollte.
Die einfachste Möglichkeit wäre, eine Tabellenkalkulation wie MS Excel (Gott bewahre!) oder Gobe Productive zu nehmen und die Zeitplanung da zu machen. Dann macht man eine Hardcopy, entweder automatisiert (sprich: "ausdrucken") oder manuell (also: mit Stift und Papier "abschreiben", und trägt die immer bei sich. Das ist aber zu, sagen wir mal, "Alte Schule" und Low-Tech; auch berücksichtigt es nicht evtl. auftretende Änderungen.
Eine fortschrittlichere Möglichkeit wäre die Verwendung einer Zeitplanungssoftware wie MS Outlook (Mann, die sind echt überall! :) ), Palm Desktop oder BePlan, wo man sich den kompletten Semesterplan mittels wiederholender Ereignisse erfasst. Die Ereignisse ließen sich dann bei Bedarf anpassen. Besser noch, die Zeitplanung ließe sich mit Mobilgeräten und Handys synchronisieren, was das ganze portabel und aktualisierbar machen würde. Schön wäre auch, wenn man die Funktionalität erweitern würde: So könnte man einen Tag vor dem Examen erinnert werden sich vorzubereiten, per E-Mail, Aufruf eines Skripts, Abspielen eines Sounds etc. Keiner der Planer für BeOS/Haiku kann sowas, obwohl AutoPilot und BeThere dem schon recht nahe kommen. Andererseits können die ihre Kalender nicht auf den Desktop verankern. Schade, wie ich finde, Replicants sollten wo möglich (und praktisch) verwendet werden.
Letztendlich hab ich ein grobes Design der Anwendung entwickelt und auch schon mit der Implementierung begonnen. Auf der Bewerbungsseite stehen noch ein paar mehr Details.
Wie lief die Bewerbung ab? War irgendwas zu kompliziert oder abschreckend?Ehrlich gesagt war die Voraussetzung einen mit "Easy" gekennzeichneten Bug zu beseitigen nicht so einladend. Ich verstehe allerdings den Sinn dahinter. Es sieht auf alle Fälle so aus, als würde dies zur Standardprozedur für Haikus GSoC. Ich werde mich also damit abfinden müssen. :)Hast Du Dich neben Haiku noch bei anderen GSoC Organisationen beworben?
Nee, hab ich nicht. Ich hab mir überlegt es bei ReactOS zu probieren, aber soweit ich weiß, waren die dieses Jahr nicht beim GSoC dabei.Wärst Du an einen evtl. Haiku Code Drive wie im letzten Jahr interessiert? [Das Interview wurde vor der Bekanntgabe der HCD Studenten gehalten.]
Sicher wär ich das. Ich würde die Kalender/Organizer Anwendung bevorzugen, weil mir die am meisten nutzen würde ;) , aber alles andere wäre auch möglich.
ICO bedankt sich herzlich für die ausführlichen Antworten, der Übersetzer ist nicht ganz so dankbar, aber immer noch reichlich... :)
Humdinger,
15:29
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Dienstag, 19. Mai 2009
GSoC Interview mit Bryce Groff
Ein weiteres GSoC Interview gibt es bei BeGroovy zu lesen: Bryce Groff ist einer der 6 auserwählten Studenten für den diesjährigen Google Summer of Code.
Erzählst Du uns was von Dir?
Sicher. Ich heiße Bryce Groff und mache gerade mein Vordiplom an der University of Hawaii in Manoa. Dort studiere ich Computerwissenschaften und als Nebenfach Geographie. Schon als Kind interessierte ich mich für Computer und fing als erstes an mit Basic zu programmieren. In der High School lernte ich VB.Net und begann mit C. Als ich aufs College kam, stieg ich dann richtig in die Programmierung ein und lerne seit dem immer etwas neues dazu.
leider mangels Backup nicht wieder herstellen.]
Humdinger,
18:33
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Samstag, 16. Mai 2009
GSoC Interview mit Ankur Sethi
BeOSNews hat das nächste Interview mit einem GSoC Anwärter für uns. Zu Gast ist Ankur Sethi, dessen Bewerbung es leider nicht in die 6 vergebenen Plätze geschafft hat.
Erzähl uns ein bisschen von Dir.
Ich bin Ankur Sethi, IT Student und Apple Fanboy aus New Delhi, Indien. Mit 13 bin ich dem Programmiervirus erlegen und bin seither wie an den Stuhl geklebt. Ich lese auch sehr gern und wenn mich tatsächlich mal die Muse küsst, blogge ich auch.
Wie hast Du vom GSoC erfahren?
Vom GSoC hab ich als erstes bei Slashdot gelesen.
Warum ist es Haiku für Dich wert daran zu arbeiten?
Was mich bei Haiku gleich angezogen hat, waren die schnellen Reaktionszeiten und dass es nur wenig Speicher braucht. Ein kurzer Blick in den Wikipedia Artikel über BeOS hat mich überzeugt, dass es Haiku verdient sich näher damit zu beschäftigen.
In den letzten Monaten habe ich erfahren wie eng verbunden die Community um BeOS und seinen Nachfolgern ist. Ich finde, dass ist ein großes Plus für Haiku. Die Be-Welt sieht noch tollen Zeiten entgegen. :)
Hast Du Erfahrung mit BeOS oder Zeta?
Nein. Zu Zeiten von BeOS war ich noch viel zu jung. Meine Familie besaß damals nicht mal einen eigenen Computer.
Für was hast Du Dich beworben und was hat Dich daran besonders interessiert?
Mein Ziel war eine Volltextsuche mit Index Tool für Haiku, ähnlich wie Spotlight für Mac OS X. Mit Spotlight bin ich doppelt so produktiv wie früher. Ich habe gehofft etwas ähnliches für Haiku zu schaffen, plus einige zusätzliche Features, die ich bei Spotlight vermisse.
Hätte Haiku als Organisation (Webseite, Community, Einzelpersonen etc.) etwas besser machen können, um es Dir als Bewerber leichter zu machen? War irgendwas zu kompliziert oder abschreckend?
Das Haiku Team hat sich ganz phantastisch um jeden einzelnen Bewerber gekümmert und ihn willkommen geheißen. Ich habe keinerlei Beschwerden.
Hast Du irgendwelche Vorschläge oder konstruktive Kritik für die Leute, die sich um Haikus Bewerbung beim GSoC kümmern?
Ich fand Haikus Auswahlverfahren war gut durchdacht und wurde gründlich und fehlerfrei durchgezogen. Obwohl das gesamte Haiku Team sehr engagiert bei der GSoC Sache war, gebühren Matt und Stephan besonderer Dank. Danke Jungs. :)
Hast Du Dich neben Haiku noch bei anderen GSoC Organisationen beworben?
Haiku war die einzige Organisation, bei der ich mich beworben habe. Weil ich mich dieser Tage vor allem für Cocoa interessiere, wollte ich entweder an einem GNUStep oder nativem Cocoa Projekt arbeiten. Leider waren dieses Jahr keine OS X spezifischen Projekte dabei.
Wärst Du an einem eventuellen Haiku Code Drive interessiert?
Das kommt ganz auf meinen Stundenplan an. Wer weiß was das College für mich in der Zukunft parat hat?
Warum bist Du Programmierer geworden? Mit welchen Sprachen programmierst Du am liebsten?
Als ich 13 war hat mir jemand gesagt dass ich Computerspiele in C schreiben kann. Den Rest kannst Du Dir denken. :)
Momentan schreibe ich meist in Python und Objective-C. Ich kann auch C und C++, benutze es aber selten außerhalb vom College. Meine Lieblingssprache ist Python, aber ich beginne Objective-C zu schätzen, jetzt da ich mehr Zeit damit verbringe.
Hast Du irgendwelche Ratschläge oder Weisheiten, die Du mit angehenden Programmierern teilen willst?
(1) Programmieren macht Spaß, ist aber nicht einfach, besonders wenn man gerade erst anfängt. Wichtig ist nicht aufzugeben. Wenn ein Problem zu groß erscheint oder einen zu überwältigen droht, sollte man probieren es in kleinere Brocken aufzuteilen. Ich wünschte mir hätte das jemand gesagt als ich Anfänger war.
(2) Egal wie viele Bäder Du nimmst, der Segfault löst sich nicht von selbst. Ebenfalls etwas, das ich mir wünschte man hätte es mir gesagt als ich angefangen habe.
Wenn mich ein Problem zu übermannen droht, hilft mir dieses Zitat von Randy Pausch:
"Die Mauern sind nicht dazu da uns draußen zu halten; die Mauern sind da um uns die Chance zu geben zu zeigen wie sehr wir etwas wollen. Die Mauern sind da, die Leute aufzuhalten, die es nicht genug wollen."
Humdinger,
10:33
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Donnerstag, 14. Mai 2009
GSoC'09 Interview mit Ma Jie
Bei Haikuware gibt es ein weiteres Interview. Diesmal mit Ma Jie, der an einer ZeroConf Unterstützung für Haiku arbeitet.
Erzähl uns etwas von Dir.
Ich bin 23 Jahre alt, komme aus dem Osten Chinas und studiere "Industrial Engineering". Das hat nichts mit Computerwissenschaften zu tun, Programmieren ist einfach mein Hobby.
leider mangels Backup nicht wieder herstellen.]
Humdinger,
16:31
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Mittwoch, 13. Mai 2009
GSoC'09 Interview mit Sean Healy
Sean Healy ist einer der Bewerber für den Google Summer of Code 2009.
Leider ist sein Projekt nicht eines der sechs von Google gesponserten. Im Rahmen einer laufenden GSoC Interview Reihe diverser Haiku Newsseiten hat er sich dennoch die Zeit genommen einige Fragen zu beantworten.
[Auf Englisch ist das Interview bei IsComputerOn zu lesen.]
Hallo Sean. Tut mir ja leid, dass Du diesmal nicht zum Zuge kamst. Wirst Du's nächstes Jahr wieder probieren?
Das werde ich wohl nicht können. Ich habe ein Stipendium von September bis Juni und ich glaube nicht, dass ich nebenher arbeiten darf. Das überschneidet sich leider mit dem Google Summer of Code.
Hast Du eine Ahnung warum Dein Projekt nicht zu einem der wenigen auserwählten gehört?
Wenn ich das richtig verstanden habe, war das Hauptproblem, dass sich mein Projekt nicht um die gerade drängendsten Anforderungen von Haiku kümmert. Das war mir aber von Anfang an klar. Ich habe mich mit einem Projekt beworben, an dem ich bereits arbeite, also nicht einfach nur um über den Sommer etwas Geld zu verdienen. Will damit sagen, für mich war das Projekt der Anreiz, nicht das Geld. Das Geld hätte nur bedeutet, dass ich Vollzeit daran hätte arbeiten können. Jetzt muss ich halt auf anderem Wege was verdienen und kann nur in meiner Freizeit daran arbeiten.
Hast Du schon Erfahrung mit anderen Open Source Projekten?
Ich habe an einigen Perl Modulen mitgearbeitet und ich verfolge das SWORD Projekt (ein Programm zur Bibelkunde). Mein Lieblingseditor unter Windows, "Programmer's Notepad", ist auch Open Source. Ich hab auch schon dessen Sourcecode auf der Platte, hab aber noch nicht daran gearbeitet. Ich würde gern eine Erweiterung für Perl Scripting dafür schreiben, das ist aber relativ weit unten auf meiner Liste von Dingen, die ich noch machen will.
Das Konzept von Programmer's Notepad, mehrere Dokumente in Reitern offen zu haben, ist sauber und elegant; dieser Mangel an Fenster-Management nervt mich am (Haiku Editor) Pe am meisten.
Und natürlich benutze ich eine Menge Open Source Software. Ich hab sogar Ubuntu auf einer Partition installiert. Linux Sourcecode habe ich allerdings noch nie angeschaut und ich bleibe meist in Windows, weil es da einfach mehr Software gibt. Damit meine ich die Art Programme, die ich normalerweise nutze; es gibt natürlich eine Menge Software für Linux, aber für die Mehrzahl hab ich halt keine Verwendung. Unter Windows hab ich Cygwin für alles was ich sonst noch zum Leben brauche, z.B. bash.
Wie bist Du neben all den anderen Mentor Organisationen ausgerechnet auf Haiku für Dein GSoC Projekt gekommen?
Im April 2000 hatte ich meinen ersten Vollzeit Job nachdem ich die Schule verlassen hatte. Mein Teamleiter hatte BeOS laufen und erzählte mir von der Personal Edition. Wenig später lernte ich im Internet wie man's auf eine eigene Partition installiert anstatt immer von Windows aus zu starten.
Seitdem war BeOS auf allen Computern die ich hatte, auf den letzten beiden allerdings per Emulation.
Haiku verfolge ich schon seit längerer Zeit. Ich wollte schon seit BeOS Zeiten ein eigenes Projekt anfangen, und nachdem Haiku mittlerweile ziemlich stabil ist, entschloss ich mich damit anzufangen. Wenig später kündigte Matt auf der Mailingliste den "Google Summer of Code" an und da bewarb ich mich einfach.
Obwohl ich für den GSoC nicht genommen wurde, hat mich der Bewerbungsprozess dazu gebracht an Haiku zu arbeiten anstatt weiterhin nur auf der Mailingliste mitzulesen. Nach Monaten des Image-Runterladens begann ich meine eigenen Images zu kompilieren. Weil ich in meiner BeOS Virtual Machine nicht genügend Platz für den Haiku Code hatte, musste ich das unter Linux machen. Das ewige Wechseln von Windows zu Linux, um den Code zu aktualisieren und das Image zu bauen, hat dann aber so genervt, dass ich es letztendlich aufgegeben habe und mir wieder fertige Images runterlade.
Was wäre Dein GSoC Projekt gewesen?
Am liebsten programmiere ich in Perl. Seit Jahren benutze ich das Perl Modul Win32::GUI um Programme mit grafischer Oberfläche zu schreiben.
Daneben verwendete ich auch die plattformübergreifenden GUI Module Prima und wxPerl. (Tk hab ich mal probiert, gefiel mir aber nicht so.) Mein Plan ist Haikus API in Perl abzubilden. Erstmal konzentriere ich mich auf Application und Interface Kit, auf lange Sicht möchte ich aber alle Kits so unter Perl zur Verfügung stellen.
Was hätte Dich an dem Projekt besonders gereizt?
Unter Windows benutze ich solche Perl Module die ganze Zeit. Weil ich Haiku ab R1 zu meinem Haupt-Betriebssystem machen will, würde ich diese Werkzeuge doch sehr vermissen.
(Ja, für Haiku werde ich Windows verlassen, auch wenn ich's für Linux nicht mache. Sorry, Tux.)
Spätestens nach Deiner Bewerbung musstest Du Dich etwas intensiver mit Haiku beschäftigen. Was waren am Anfang die größten Schwierigkeiten, wie könnte man den Einstieg verbessern und was funktionierte eigentlich ganz gut?
Ich habe nicht allzuviel Erfahrung mit C++. Ich hatte einige Kurse belegt und ein paar Sachen für meinen vorigen Arbeitgeber geschrieben, aber es hat mich nie wirklich interessiert und es ist nicht etwas was ich freiwillig zum Spaß mache. In den alten C++ Schwung zu kommen, hat mich anfangs etwas Zeit gekostet.
Mein größtes Problem war allerdings, dass der Bug den ich mir ausgesucht hatte zwar als "easy" gekennzeichnet war, es aber meiner Meinung nach nicht wirklich war. Immer wenn ich ein Problem gelöst hatte trat ein neues auf, das ich dann wieder verfolgen und fixen musste. Um das zu verbessern, müssten alle Bugs besser untersucht werden. Dazu fehlt Haiku allerdings die nötige Zahl erfahrener Entwickler. Da gibt es wichtigere Dinge.
Was sind Deine Pläne für die Zukunft, Du hast ein Stipendium erwähnt?
Mein Stipendium ist Teil eines coolen Programms. Vor dem 2. Weltkrieg war Europa sehr gefragt für den Erwerb einer höheren Bildung. Weil viele Intellektuelle geflohen sind, wollten nach dem 2. Weltkrieg alle in den USA studieren.
Die Europäische Union versucht Studenten wieder zurück nach Europa zu holen. Dazu haben sie das Erasmus Programm, das es europäischen Student erlaubt in anderen europäischen Ländern zu studieren, für nicht-Europäer erweitert und es "Erasmus Mundus" genannt.
Ich empfehle allen nicht-europäischen Studenten, die einen Master machen wollen, mal drüber nachzudenken. Jedes Jahr kann man sich für bis zu drei Qualifizierungsprogramme bewerben. Termine sind normalerweise im Februar und für das Stipendium ist nicht mal eine eigene Bewerbung nötig. Man gibt einfach bei der Bewerbung an, dass man für das Stipendium berücksichtigt werden möchte. Details und eine Liste der Qualifizierungsprogramme gibt es hier:
http://ec.europa.eu/education/programmes/mundus/index_en.html
Kommen Studenten die dieses Stipendium genutzt haben zurück in ihr Land, werden sie davon erzählen und noch mehr Studenten werden in Europa studieren wollen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden die Stipendien nicht für eine bestimmte Universität vergeben, sondern an ein Konsortium von Unis. Studenten studieren jeweils ein Jahr an zwei Universitäten aus so einem Konsortium. So bekommt der Student ein Gefühl fürs Studieren in Europa und nicht nur einem bestimmten europäischen Land. Meine beiden Universitäten liegen im Osten Frankreichs und im Süden Portugals.
Die meisten Kurse der Programme werden auf Englisch gehalten, meine jedoch in der jeweiligen Landessprache. Das geht, weil es ein Programm für Linguisten ist. Mein Programm heißt "International Masters in Natural Language Processing and Human Language Technology". Es kombiniert sehr schön mein Interesse in Sprachen und Programmierung.
Das Konsortium besteht aus 10 Universitäten in 9 Ländern. Leider kommen nur 4 von ihnen für das Stipendium in Frage. Wenn ich zu einer der anderen 6 wollte, müsste ich mich nach einer anderen Finanzierung umschauen.
Jetzt wo GSoC 2009 für Dich erstmal gelaufen ist, wie wirst Du den Sommer verbringen? Mit Arbeit oder Vergnügen? :)
Ich muss auf alle Fälle arbeiten. Ich bin gerade nach 8 Jahren auf dem Arbeitsmarkt zurück in die Schule gegangen. Und zwar dieses Jahr ohne Stipendium. Jetzt hab ich zwar eins, aber die Auszahlungen beginnen erst im September. Ich wurde zwar für einige Jobs angeheuert aber die Auszahlungen haben definitiv die Oberhand über die Einnahmen in diesem Schuljahr. Wird Zeit das Konto wieder etwas zu füllen.
Andererseits leben meine Eltern in Alaska und meine Frau würde sie gern besuchen. Sie war erst einmal für ein Wochenende da. Vielleicht sind wir also in Alaska für den Sommer, was dann ein Vergnügen wäre, selbst wenn wir auch arbeiten müssen.
Wärst Du an einen möglichen "Haiku Code Drive" interessiert? Das läuft ähnlich wie der GSoC, nur geht es hier "nur" um $2.500 (letztes Jahr zumindest) und das ganze wird aus Spenden der Haiku Community finanziert.
Momentan schau ich mich nach Möglichkeiten um, diesen Sommer Geld zu verdienen. Vorausgesetzt dass ich nicht schon einen festen Vollzeitjob habe, falls ein Code Drive zustande kommt, wäre ich natürlich daran interessiert.
Humdinger,
18:48
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