Robert Stiehlers Voptop ist eine Client/Server Lösung für anonyme Telefonie und Instant Messaging in einem Peer-to-peer Netzwerk.
Robert hat sein System auch schon auf dem BeGeistert 024 vorgestellt, doch damals war es noch nicht wirklich einsatzfähig. Jetzt allerdings ist die Beta 1.0.0 des Haiku Clients zum Testen für alle erschienen. Wie man an den Downloadlinks auf der Seite sieht, sollen später Anwendungen für weitere Betriebssysteme folgen. Folgt man dem "Haiku" Link, kann man zwischen einer Version für Haiku Alpha 3 und neueren "nightly" Haiku Versionen ("post Alpha 3") entscheiden.
Dem Programm liegen Anleitungen in Deutsch und Englisch bei, um den Einstieg zu erleichtern. Am wichtigsten dürfte sein den Port 48617 zu öffen (Port-Forwarding im Router, ggf. Firewall konfigurieren), da Voptop darüber kommuniziert.
Während der private Gebrauch von Voptop kostenlos sein wird, soll sich die Infrastruktur aus Werbeeinnahmen finanzieren. Dazu wird es einerseits Werbung auf der Voptop Webseite und dezente Banner in der Client Software. Außerdem ist angedacht in der Zeit bis der Gegenüber "abhebt" Werbespots zu schalten.
Bis es soweit ist, muss allerdings noch ein bisschen weiter entwickelt werden. Dazu gehört auch das Beheben von Fehlern. Wer welche findet oder Vorschläge oder Ideen zur Verbesserung hat, kan diese in einem Bugtracker eintragen.
Donnerstag, 26. Januar 2012
Voptop Beta 1.0.0
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Freitag, 7. Januar 2011
Lava Brenn-Suite jetzt bei OsDrawer
Das Team Maui hat sein Brenn-Projekt "Lava" kürzlich auf OsDrawer veröffentlicht. Da das Team demnächst nicht mehr so viel Zeit für die Weiterentwicklung hat, bietet man so anderen die Möglichkeit Lava weiter voranzubringen. Die Suite besteht aus drei Komponenten:
- LibBurnDevice übernimmt das eigenliche Brennen. Es ist eine einfach zu nutzende Bibliothek, die alle nötigen Einstellungen vornimmt und cdrecord mit dem Brennvorgang betraut.
- Lava ist ein Tracker Add-on um Dateien zu Projekten zusammenzufassen.
- BurnDevice ist ein kleines Panel, um die nötigsten Brenneinstellungen vornehmen zu können.
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Donnerstag, 8. April 2010
Paladin 1.2 veröffentlicht
DarkWyrm hat ein Update seiner Entwicklungsumgebung Paladin veröffentlicht. Die IDE steht in der Tradition von BeOS BeIDE: schnell und einfach in der Bedienung, ohne gewöhnungsbedürftige jam oder makefiles. Als Editor kommt ein zur Zeit nur minimal angepasster Pe zum Einsatz.
Neben einigen Bugfixen und kleinen Verbesserungen bei der Bedienung, besitzt die Version 1.2 einige neue Funktionen, die den Entwicklungsprozess noch etwas schneller und angenehmer machen. Mittels "Code Templates" lassen sich oft benutzte Standardlösungen projektübergreifend nutzen und auf Stand halten, ohne gleich eine Bibliothek daraus zu machen. Ein neuer Compiler Cache "ccache" verkürzt die Wartezeit bei größeren Projekten. Über eine Import Funktion lässt sich schnell ein neues Projekt aus einem bestehenden machen und im Werkzeug Menü ist ein Regular Expression Tester dazu gekommen, mit dem man bequem an Regulären Ausdrücken rumfeilen kann, bis alles passt.
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Samstag, 30. Januar 2010
VLC 1.0.4 läuft
Mizsei Zoltán (miqlas) ist es gelungen den VLC Media Player auf Haiku lauffähig zu bekommen. Er verwendet dazu SDL Output und eine Qt Oberfläche. Zum Beweis zeigt Miszei diverse Screenshots. Auch ein Portlog ist vorhanden, das sein Vorgehen zeigt.
Hier eine Liste aller funktionierenden VLC Module:
a52tofloat32, a52tospdif, access_mmap, adjust, alphamask, aout_file, aout_sdl, audio_format, audioscrobbler, avcodec, avformat, bandlimited_resampler, blend, blendbench, bluescreen, canvas, chain, clone, cmml, colorthres, converter_float, crop, croppadd, deinterlace, dolby_surround_decoder, dtstospdif, dvdnav, dvdread, dynamicoverlay, equalizer, erase, extract, fake, float32_mixer, folder, freetype, gaussianblur, gestures, gradient, grain, headphone_channel_mixer, hotkeys, http, i420_rgb_mmx, i420_ymga, i420_ymga_mmx, i420_yuy2, i420_yuy2_mmx, i422_i420, i422_yuy2, i422_yuy2_mmx, invert, libmpeg2, linear_resampler, logo, magnify, marq, memcpy3dn, memcpymmx, memcpymmxext, mod, mosaic, motion, motionblur, motiondetect, mpgatofixed32, mux_ogg, noise, normvol, ogg, opengl, opengl, osd_parser, osdmenu, param_eq, png, podcast, psychedelic, puzzle, qt4, rc, remoteosd, ripple, rotate, rss, rv32, sap, scale, scaletempo, scene, screensaver, sdl_image, sharpen, shout, showintf, signals, simple_channel_mixer, skins2, spatializer, spdif_mixer, speex, stream_out_raop, taglib, telnet, telx, transform, unzip, visual, vmem, vorbis, vout_sdl, wall, wave, xml, yuv, yuvp, yuy2_i420, yuy2_i422, zip
Monster-VLC! Mal sehen wann wir ein entsprechendes VLC-Paket bei Haikuware sehen.
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10:44
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Mittwoch, 20. Januar 2010
OptionalPackages einfach nachinstallieren
Wer sich sein Haiku nicht selbst direkt aus dem Sourcecode baut und statt dessen auf die praktischen Nightly Builds zurückgreift, hat ein kleines Problem. Im Gegensatz zur Haiku Alpha Release ist Haiku in diesen Test-Revisionen im spartanischen Rohzustand, d.h. keinerlei Zusatzsoftware für die tägliche Arbeit.
Das heißt, es fehlt auch der BeZillaBrowser, ohne den das Suchen und Runterladen von Software nur sehr schwer möglich ist. Mit dem kürzlich von Matt Madia fertiggestellten Skript installoptionalpackage kann BeZilla und alle anderen Pakete aber kinderleicht nachinstalliert werden.
Der Parameter "-l" listet alle verfügbaren Pakete, "-a" installiert das entsprechende Paket und evtl. Abhängigkeiten unter Berücksichtigung der verwendeten Haiku Revision und Kompilerversion. Das Skript steht in allen aktuellen Images zur Verfügung, ist aber nur eine Zwischenlösung, bis der offizielle Paketmanager fertig ist.
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Montag, 18. Januar 2010
KDE Software unter Haiku
Dank des fortgeschrittenen Qt4 Ports sind mittlerweile viele KDE Anwendungen unter Haiku lauffähig. Grzegorz "kaliber" Dabrowski, Entwickler des Box Paketsystems "TiltOS for Haiku" mit Plänen für ein verwirrend gleichnamiges Haiku-basiertes Betriebssystem TiltOS, hat fleißig portiert und kann mit etwa 150 KDE Programmen aufwarten von denen angeblich nur ca. 10% noch Probleme bereiten. Eines der KDE Highlights dürfte KOffice sein, das die Textverarbeitungslücke unter Haiku fürs erste schließen dürfte.
Auf seiner Webseite gibt kaliber ein Beispiel wie ein KDE Paket installiert und ausgeführt wird. Voraussetzung ist ein gcc4 oder hybrid Haiku, der Paketmanager TiltOS for Haiku und ordentlich Platz auf der Platte. Es handelt sich ja nicht um elegant kleine Haiku Anwendungen, sondern um doch eher sperrige Portierungen. Hier das Beispiel, bei dem "kdegames" installiert wird:
### Download des Paketindex $ box --sync-repos ### Installation der KDE Basispakete $ box -i dbus $ box -i desktop-file-utils $ box -i shared-mime-info $ box -i oxygen-icons ### Installation von kdegames $ box -i kdegames --no-deps
Um eine KDE Anwendung auszuführen, wird zuerst eine dbus Session gestartet:
$ eval `dbus-launch --auto-syntax`Und dann z. B. das Spiel "klines":
$ klinesJetzt dürfte sich langsam zeigen, ob Qt für Haiku zum Segen oder Fluch wird.
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10:05
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Dienstag, 12. Januar 2010
Free Pascal für Haiku
Mit der neuen Version 2.4.0 gibt es von Free Pascal erstmals ein offizielles Haiku Paket. Darin enthalten ist der Kompiler, viele Bibliotheken und eine Kommandozeilen-IDE inklusive Mausunterstützung und Debugging-Möglichkeiten. Olivier Coursiere engagiert sich besonders für Free Pascal und Haiku. Sein großes Ziel ist die direkte Anbindung von Pascal an die Haiku API. Das wird allerdings noch länger auf sich warten lassen. Bis dahin beschäftigt er sich mit einer Delphi ähnlichen IDE. Möglich machen soll dies Lazarus und der Haiku Qt Port. Ein Screenshot zeigt den momentanen – leider noch nicht ganz produktiv nutzbaren – Stand.
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14:14
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Dienstag, 5. Januar 2010
News Update
- Seit über 2 Jahren lässt sich Haikus PPC Kernel wieder booten. Nach einigen Patches von Andreas Färber fährt er über Netzwerk gestartet auf echter PPC Hardware hoch, wo er dann recht bald in den Debugger stürzt. Aber immerhin. Alexander von Gluck hat auf seiner Haiku-PowerPC Seite alle nötigen Schritte dazu dokumentiert.
- Ingo Weinhold hat fleißig an diversen Flaschenhälsen vor allem im VM und Filesystem rumoptimiert und konnte so z.B. das Erstellen von Haiku Images beschleunigen. Ohne genaue Messungen berichtet Rene Gollent von Steigerungen zwischen 25-40%. Die Optimierungen wirken hauptsächlich bei Systemen mit vielen CPUs/Cores.
- Für alle, die schon immer mal ein Tutorial für BeSly schreiben wollten, gibt es jetzt ein kleines Tool, das dabei hilft.
- Und noch ein Tool, diesmal online: Travis Reed hat ein PHP-basiertes Tool entwickelt, das die zur Lokalisierung von Haiku verwendeten "catkeys" direkt aus Haikus SVN Repository zieht und nach erfolgter Übersetzung eine entsprechende catkey Datei generiert.
- Für den Qt4 Port gibt es ein Update, das die Stabilität soweit verbessert haben soll, dass sich nun die meisten Qt Programme kompilieren und nutzen lassen. Voraussetzung ist ein aktuelles Haiku gcc4 oder hybrid Image. (Der Arora Browser ist übrigens schon um einiges flotter als der BeZilla, aber in meiner Erfahrung um Längen weniger stabil.).
- Andrew Bachmann macht kleine Fortschritte bei der Portierung von OpenJDK. In seinem Blog beschreibt er, wie man OpenJDKs Hotspot libjvm.so baut. Java Programme lassen sich damit zwar noch nicht ausführen, aber vielleicht ebnet das den Weg für weitere interessierte Entwickler sich am Java Port zu beteiligen.
Humdinger,
11:34
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Montag, 30. November 2009
Firefox 3.0 "Comeback"
Für diejenigen, die aus irgendeinem Grund unbedingt einen Firefox 3 brauchen – vielleicht für ein bestimmtes Add-On – für den hat die Italienische Haiku User Group eine Neuigkeit: Xeon3D hat den alten Firefox 3 "Minefield" Build ausgegraben. Und der läuft auch auf Haiku.
Es ist einer letzten Firefoxen aus dem Jahr 2006, bevor auf die Cairo Bibliothek gewechselt wurde, die es nie zu BeOS/Haiku geschafft hat.
Entgegen unserem italienischen Kollegen, war in meinem Benchmark Haikus BeZillaBrowser 2.0.0.22pre ("Bon Echo") mit 214 zu 200 Punkten etwas schneller, als der Firefox 3.0a1 ("Minefield"). Der 3.0er scheint laut ehemaligen aktiven BeZilla Entwickler Fredrik Holmqvis (tqh) nicht sonderlich optimiert, von der Ausgabe von about:buildconfig zu schließen. Vielleicht kann da also noch etwas gedreht werden. Zuviel sollte man sich allerdings nicht erwarten. Qt4 Browser Arora hat sich zumindest im Benchmark um Längen besser geschlagen, wäre also vielleicht die bessere Alternative, wer sie denn braucht.
Humdinger,
18:38
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Freitag, 23. Oktober 2009
Qt Fortschritte zum Ausprobieren
Wie bei BeOSFrance zu lesen, ist die Portierung des Qt Toolkits beachtlich vorangekommen. Unter dem Screenshot dort, findet sich ein Link auf ein Archiv namens Qt4HaikuDemoPack_a1.zip (23MB). Entpackt werden muss es nach /boot/!
Unter /boot/apps/QtDemos befinden sich nach dem Unzippen diverse Demos von Qt Programmen, darunter auch der WebKit Browser Arora. Ob sich mit Arora schöner surfen lässt als mit BeZilla, muss man erst noch austesten. Auf alle Fälle schlägt er den Mozilla-Abkömmling beim Acid3 Browsertest mit 97:52 %.
Auch alle anderen Demos in dem Paket scheinen nach einem kurzen Durchklicken gut zu funktionieren. Natürlich ist die Integration in Haiku (noch?) nicht perfekt. Gerade bei Open/Save Dialogen bekommt der Ästhet den von anderen Betriebssystemen vertrauten, kleinen Toolkit-Mix-Schock...
Wurde die Qt-Büchse der Pandora nun geöffnet, oder die Tür zu einer viel versprechenden Zukunft einen Spalt geöffnet?
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15:09
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Dienstag, 29. September 2009
yab 1.5 auch für Haiku
Seit kurzem gibt es yab 1.5 vom Team Maui neben BeOS R5 und Zeta auch für Haiku. Die weitere Entwicklung wird sich dann auf Haiku beschränken. Was ist yab? Ich zitiere aus einem Einsteigertutorial:
"Der yab Interpreter ist ein BASIC Dialekt, welcher eine Weiterentwicklung des auf Windows, Linux und Playstation2 erhätlichen YABASIC ist. yab wurde für BeOS und ZETA optimiert und enthält daher viele zusätzliche Befehle. Mit Hilfe dieser Programmiersprache ist es sehr einfach kleine und sogar komplexe Programme zu erstellen. Ein gutes Beispiel dafür ist das in ZETA enthaltene Brennerprogramm JABA."
Das Tutorial und einige andere mehr befinden sich auf BeSly unter "Entwicklung". Bis noch die letzten Kinken raus-debugged wurden und es das yab 1.5 Packet bei BeBits/Haikuware gibt, kann man es aus dem yab Forum der DeBUG runterladen. In dem Forum findet man auch noch andere interessante Themen, wie Stargaters Coding Party, um gemeinsam das yab-Programmieren zu lernen, oder einen Wünsch-Dir-Was Thread für neue Befehle.
Humdinger,
19:43
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Samstag, 27. Juni 2009
Qt Port kommt voran
Vor nicht zu langer Zeit gab's von Evgeny Abdraimov mal die Meldung, das der Qt Port einen guten Schritt voran gekommen ist. Die QtGUI Bibliothek lässt sich nun für Haiku kompilieren und einige Sachen laufen auch schon. Natürlich fehlen noch weite Teile von Qt, Hilfe wäre also bestimmt sehr willkommen.
Hier handelt es sich übrigens um einen Port, der ohne X11 auskommt und sich daher besser ins System integriert. Anders sieht's da bei dem anderen Qt Projekt im Rahmen von TiltOS aus. Das nutzt X11, läuft daher nur in einem X11-Fenster, ist aber dafür schon etwas weiter.
Qt ist ein sehr umfangreiches Framework, das fast alles (und mehr) enthält, was Haikus eigene API bietet; von GUI Elementen bis Kommunikation über TCP/IP. Entsprechend umfassend ist das Softwareangebot, das auf das Qt Toolkit setzt, z.B. KDE, Opera, Mathematica, MainActor, VirtualBox, VLC, Scribus und die Entwicklungsumgebung Qt Creator. Qt für Haiku würde Portierungen dieser Softwaretitel möglich machen und Haiku ein Riesenangebot an (teilweise) ausgereiften Programmen eröffnen.
Nun gibt es allerdings auch eine Kehrseite der Medaille...
Wie auch schon mal auf der Developer Mailingliste zu lesen war, sind nicht alle Entwickler von den Vorteilen von Qt überzeugt. Es besteht die Gefahr, dass sich die Qt Ports nicht in die Haiku Umgebung integrieren und der Vorteil der Nutzung systemweiter Technologien, die Haiku so attraktiv machen, verschwindet. Man stelle sich vor die Nutzung von Multithreading, MediaKit, DataTranslators, Attribute, Queries, Node-Monitoring, Replicants und evtl. auch einiges von Haikus Look & Feel und die Philosophie-der-guten-Defaults-statt-Optionsorgien wäre nicht mehr überall
vorhanden.
Es sind praktisch die Argumente, die gegen jede Portierung sprechen. Qt könnte da allerdings als besonderer Katalysator wirken: Portierungen (die nicht auf Haiku Technologien eingehen) werden relativ einfach und das Qt-Softwareangebot ist so groß, dass nativ entwickelte Programme ins Hintertreffen geraten könnten, "weil's ja schon alles gibt".
Aber nachdem sich Qt nicht aufhalten lässt, sobald jemand genügend Motivation aufbringt es zu portieren, ist die Frage, ob man die Sache nicht unterstützen sollte, wenn's soweit ist. Dann würde sich Qt so gut es geht ins System integrieren und so Haiku zumindest möglichst wenig schaden...
Es wurde auch kurz angedacht Qt zukünftig als Nachfolger des InterfaceKit zu verwenden. Qt wäre von der Philosophie her ähnlich, aber halt viel vollständiger. Außerdem wird es von einer vergleichsweise riesigen Entwicklergemeinde weiterentwickelt und getestet. Das Gegenargument ist natürlich, dass man einen integralen Teil von Haiku aus der Hand gibt. Wozu überhaupt ein eigenes Betriebssystem entwickeln, wenn man um Arbeit zu sparen am Ende nicht ein komplett eigenes System hat, das man nach Belieben seinen Wünschen anpassen kann?
Wäre interessant zu erfahren, wie Leute zu der Sache stehen, die sich in der Materie auskennen. Ich selbst hab mich damit nicht eingehender beschäftigt, obige Aussagen sind also als die evtl. etwas uninformierte Einzelmeinung eines Endusers zu betrachten...
Humdinger,
08:23
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Freitag, 19. Juni 2009
Paladin in Version 1.0
Nach nur 7 Monaten hat Darkwyrms BeIDE-Ersatz Paladin die 1.0-Reife erreicht, d.h. alle für den Anfang geplanten Features sind vorhanden und sowohl die gcc2, wie auch die gcc4 Variante, läuft stabil im täglichen Einsatz. Neben der stabilen Version wird es auch immer wieder Entwicklungsversionen geben, die zeigen was noch so in Arbeit ist. Als Beispiele dafür nennt Darkwyrm einen makefile-Generator, besseres Multithreading beim Build, verbesserte Integration von Resource-Dateien, Shellskript-Unterstützung und schnelle Projekt-Backups.
Dass Paladin nicht nur Ersatz für die BeIDE ist, zeigt eine kleine Liste seiner Verbesserungen:
- Opensource - jeder kann den Code nach Belieben weiterentwickeln, solange das Copyright der Originaldateien erhalten bleibt
- Dateien wie ToDo-Listen und andere Notizen lassen sich zum Projekt hinzufügen
- flex und bison Unterstützung
- Das kompilierte Projekt kann flexibel gestartet werden: Debug-Ausgaben können geloggt werden, Argumente können beim Start übergeben werden
- Debug-Unterstützung mit gdb in Haiku
- Projektdateien benutzen ein offenes Format
- Projekte können vom Terminal aus kompiliert werden
Neben Paladin arbeitet Darkwyrm an einem GUI Designer, der sich bestimmt gut im Paladin Paket integrieren wird. Dafür hat er ein internes API Gerüst ersonnen, das ein wenig wie Python funktioniert. Es erlaubt seiner Software äußerst simpel aus z.B. einer Checkbox einen Radio-Button zu machen. Diese Flexibilität wird zum einen die Entwicklung des Designers vereinfachen, zum anderen werden sich auch neue, selbst entwickelte Interface Klassen/Widgets leicht integrieren lassen.
Außerdem sieht's so aus, als wäre dieses Backend sprachunabhängig, d.h. es ließe sich vielleicht auch mittels Python, Perl oder yab nutzen. Die weitere Entwicklung wird allerdings erst noch zeigen, ob das wirklich so möglich ist.
Auch zum GUI Designer ist Darkwyrm natürlich sehr an Wünschen, Tips und Vorschlägen evtl. zukünftiger Anwender interessiert.
Er rechnet mit ersten Ergebnissen Ende des Sommers. Wer immer uptodate sein will, sollte öfters mal bei seinem Blog vorbeischauen.
Humdinger,
14:45
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Dienstag, 9. Juni 2009
Mindwork's Clockwerk jetzt open-source
Wie Stephan Aßmus schon bei seinem Interview für den POFACS Podcast angedeutet hat, konnte Mindwork's /Clockwerk/ endlich unter der GPL veröffentlicht werden, wie das schon länger mit Mindwork's Steffen Friedle geplant war. Stephan hat von Anfang 2006 bis Mitte 2008 mehr oder weniger Vollzeit an dem Programm gearbeitet. Auch Axel Dörfler und Ingo Weinhold waren, obwohl eher mit anderen Mindwork Projekten beschäftigt, an einigen Teilen der Anwendung beteiligt.
Clockwerk ist ein Compositing Programm um Videos, Audioclips und Bilder in mehreren Spuren zusammen zu mischen.
Update;
Bei Haiku Italia hat Giuseppe einen Screenshot gepostet. In dem Thread auf der Haiku Mailingliste, in dem Stephan die Veröffentlichung angekündigt hat, findet sich auch eine kleine Liste der Features:
- verschachtelte Playlisten/Zeitschienen
- unbegrenzt viele Spuren für Medien aller Art
- Spuren benennen, stumm oder solo schalten
- Trennung von importiern Clips und ihren Zeitschienen
- durchsuchbare Bibliotheken von importierten Clips
- animierbare Eigenschaften (Transformation, Transparenz und Lautstärke)
- Textobjekte (Blockausrichtung und direktes Bearbeiten vom Inhalt)
- Laufschrift
- Unterstützt alle Audio/Video-Formate des MediaKits
- Unterstützt alle Bildformate des TranslationKits
- Rendern der Zeitschiene (noch nicht in Haiku)
- Multi-Threaded Rendern, Wiedergabe, Speichern
- noch sehr einfaches Zeitschienen-Editieren (einzelne verschobene Clips kleben automatisch an den nächsten, Clips schneiden)
- horizontales Zoomen der Zeitschiene
- Alpha Compositing (animierbare globale Tranzparenz eines Clips) und Alpha Kanal in Bildern
- zoom- und scollbare Vorschau
- Wiedergabe eines Abschnitts, Looping, Scrubbing
- automatisches Erstellen von Playlisten (Diashow mit automatischen Überblendungen)
Am meisten wird jedoch noch vermisst:
- Vorschaubildchen bei Videoclips
- Filtereffekte
Zur Zeit werden noch ein bisschen die Lizenzen der verschiedenen Teile der Anwendung auseinander sortiert. Während der eigentliche Clockwerk Code unter der GPL veröffentlicht wird, werden auch einige Teile von WonderBrush und eXposer benutzt, die weiterhin unter MIT laufen sollen. Das Projekt wird bei OSDrawer gehostet.
Was jetzt natürlich noch fehlt, ist das Encoding in Haikus MediaKit: bisher können Medien nämlich nur abgespielt werden, aber nicht neu erstellt werden. Vielleicht erfährt dieser Teil nun mehr Aufmerksamkeit, da es so einen Multimedia Multitrack Editor gibt.
Vielen Dank an Steffen Friedle, für die großzügige GPL-Lizensierung von Clockwerk! Dadurch wurde es zwar für Mindwork auch nicht zu einem kommerziellen Erfolg, wie es zu gönnen gewesen wäre, aber zumindest war die ganze Arbeit nicht umsonst.
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18:43
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Samstag, 28. März 2009
Flash Update
Wie schon mal berichtet arbeitet Adrian Panasiuk an der Haikuware Code Bounty zur Flash Unterstützung. Neben dem damals vorgestellten Player ist nun eine erste Version für das Mozilla Plug-In für eine Testfahrt bereit.
Beweis-Screenshots gibt's bei der Ankündigung auf Haikuware.
Während der gnash Player GCC4 braucht, kann das Plug-In auch für BeZilla-GCC2 gebaut werden. In jedem Fall sind z.Zt. noch einige Konfigurationen nötig.
Wer ein GCC4 oder ein GCC2-Hybrid Haiku benutzt, kann sich das gnash Paket [21mb] runterladen (ggf. auch das Plugin für BeZilla-GCC2 [100kb] zum austauschen) und ausprobieren. Probleme sollten an Adrian gemailt werden.
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Sonntag, 22. März 2009
Software-Perlen von Werner Freytag
Viele langjährige BeOS User erinnern sich bestimmt noch gern an Werner Freytags Software, die immer sehr bedienerfreundlich war und die stets ein frisches und kreatives Design auszeichnete. Wie IsComputerOn berichtet, hat Werner all seine Programme mit der Haiku kompatiblen MIT Lizenz bei OsDrawer veröffentlicht.
Unter den Programmen befinden sich nützliche Tools wie PecoRename (mein persönliches Lieblings-Tool), Colors! (welches, wenn ich mich recht erinnere, bereits in Teilen Eingang in z.B. WonderBrush gefunden hat) und ClipUp (das hoffentlich bald seinen Weg ins Haiku-Image finden wird). Daneben der Drumsequencer PecoBeat und eine Reihe nützlicher Add-Ons und netter Bildschirmschoner.
All die Programme laden nun zum Bugfixen und Weiterentwickeln ein. Vielen Dank, Werner, für dieses großartige Geschenk! Lieber wär es uns aber bestimmt allen gewesen, würdest Du selbst wieder aktiv werden. :)
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08:28
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Mittwoch, 25. Februar 2009
Flash für Haiku
Nachdem unter Haiku nun auch mit dem GCC4 gearbeitet werden kann, werden einige Portierungen möglich, die sich viele schon lange gewünscht haben. So hat Adrian Panasiuk kürzlich die Haikuware Bounty für den Gnash-Port angenommen, mit dem Flash Dateien abgespielt werden können. Die Bounty beinhaltet ein Plug-in für Mozilla und einen eigenen Player. Das Browser-Plugin lässt noch ein wenig auf sich warten, dafür war der ursprünglich anvisierte Termin, 1. März 2009, etwas zu optimistisch. Adrian bleibt aber am Ball.
Der Player kann bereits jetzt ausprobiert werden, sofern man ein mit dem GCC4 gebautes Haiku Image bzw. GCC2/4 Hybrid Image verwendet. Durch das statische Verlinken ist das Gnash Paket mit 26MB (90MB nach dem Entpacken) ein ziemliches Schwergewicht, konnte durch Entfernen nicht benötigter Daten aber immerhin schon von den ursprünglichen 136MB auf 1/5 abgespeckt werden.
Details zum Port und Instruktionen zur Installation befinden sich auf einer eigenen Webseite. Dort kann man sich auch ein Skript runterladen, das die Wiedergabe von Youtube Videos automatisiert. Adrian merkt jedoch an, dass es einige Flash Dateien gibt, die auch unter Linux mit Gnash nicht abgespielt werden können. In solchen Fällen lässt sich nur hoffen, dass diese Probleme bei der Weiterentwicklung von Gnash gelöst werden.
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Dienstag, 21. Oktober 2008
Haikuware als BeOS-Software Reservat
Wie Karl vom Dorff berichtet, begann er vor einem Jahr jede BeOS Anwendung die er auftreiben konnte auf seinem Server zu speichern. Er kam auf über 10GB und 2.400 Dateien, das meiste davon ergab sich aus der Durchforstung von BeBits.
Die vielen Links, die auf BeBits mittlerweile ins Leere führen, versuchte er durch archive.org, Google, BeShare und Kommentaren und FTP Mirror Server von BeBits aufzuspüren. Alles was sich auf BeBits befindet und einiges mehr, was dort zwischenzeitlich verschwunden war, ist nun gesichert. Das war eine Riesenarbeit und Karl ist froh, dass er es endlich hinter sich hat.
Es existieren allerdings noch ein paar Lücken; Programme, die Karl beim besten Willen nicht auftreiben konnte. Wer die vielleicht noch auf einer alten Festplatte oder Backup-CD findet, kann sie auf ftp://ftp.haikuware.com hochladen und so der Nachwelt erhalten. In verschiedenen Formaten (txt, ods, xls, pdf) stehen Listen der fehlenden Dateien zur Verfügung, die Karl noch bis zum 23.10.2008 pflegt. Danach sollen die Uploader den entsprechenden Eintrag dort selber löschen. (Ob das funktioniert...?)
Obwohl Karls Aktion allgemein sehr begrüßt wird, gab es auch kritische Stimmen. Schließlich wird Software zum Download zur Verfügung gestellt, ohne deren Autor darüber zu informieren. Was bei über 2.000 Programmen, von denen an der Mehrheit schon lange nicht mehr aktiv gearbeitet wird, praktisch unmöglich wäre. Wer will, kann den langen Thread auf der Haiku Mailingliste nachlesen. Der ist auch deswegen so lang, weil einige immer wieder die komplette vorangegangene Mail zitierten... (Hi Charlie :) )
Humdinger,
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Montag, 15. September 2008
Neu im Image: DiskUsage
Stephan Aßmus hat das Tool Guido an Haiku angepasst; im Image ist es jetzt als „DiskUsage“ bei den Applications zu finden. Es handelt sich um ein Programm, dass den belegten Speicherplatz auf der Festplatte grafisch darstellt.
In der Mitte der Tortengrafik befindet sich das aktuelle Verzeichnis, nach außen hin werden die darunterliegenden Ordner dargestellt. Die Größe der Kreissegmente ist dabei proportional zum belegten Speicherplatz. Ein Klick auf so ein Segment, macht diesen Ordner zum Ausgangspunkt der Anzeige, ein Klick in die Mitte führt zurück zum nächst höher gelegenen Verzeichnis.
Per Rechtsklick kann man ein Objekt öffnen, bzw. ein Info-Fenster einblenden.
DiskUsage steht auch als Tracker Add-On zur Verfügung und kann so von überall mit dem aktuellen Verzeichnis als Ausgangspunkt aufgerufen werden.
Humdinger,
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Samstag, 6. September 2008
ArtPaint kehrt zurück
Lange Zeit war es still geworden um ArtPaint, eines der ersten Grafikprogramme für BeOS, wenn ich mich da richtig erinnere... Selbst zu BeOS Zeiten gab es schon lange vor Be Inc.'s Pleite kein Update mehr.
Nun soll ArtPaint aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Ralf Schülke und julun nehmen sich des kleinen Programms als quasi Nebenprojekt von Team Maui an.
Zur Zeit liegt der offene Source bei OsDrawer.net und nach einigen Arbeiten im Buildsystem und einer kleinen Fehlersuche, bei der julun einen Bug in Haiku fixen konnte, liegt bereits die erste ArtPaint Version für Haiku zum Download bereit. Wegen dem erwähnten Haiku-Fix, läuft die allerdings erst ab Haiku r27323.
Der Beweis:
Momentan wird der Source in Haikus 3rd party Verzeichnis integriert. Das bedeutet zwar, dass man zum selberkompilieren den Haiku Source auf der Platte haben muss, dafür sind neue Haiku Technologien wie das Layoutsystem oder das Vektor Icon Format einfach nutzbar.
Für ArtPaints nähere Zukunft sind erstmal folgende Neuerungen angedacht:
- Verbesserte Bedienung und schönere Icons für die Werkzeugleiste
- Nutzen von Haikus Layoutsystem
- Verbesserte Menüstruktur
- Verbesserte Farbauswahl
- Erweiterte Werkzeuge und Add-Ons
- Eine Bildübersichtsfunktion
Humdinger,
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