Mittwoch, 27. Februar 2013

Alle Google Dinge sind drei

Drei kurze Meldungen die Google und Haiku betreffen.

  • Beim letzten Google Code-In wurden von den teilnehmenden Organisation die beiden besten Studenten gewählt. Diese wurden dann zusammen mit etwaiger Erwachsenen-Begleitung für vier Tage ins Google-Hauptquartier nach Mountain View, Kalifornien, eingeladen.

    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner:

    • Agustín Zubiaga, Uruguay - Sugar Labs
    • Akshay S Kashyap, India - BRL-CAD
    • Aleksandar Ivanov, Bulgaria - RTEMS
    • Aneesh Dogra, India - Sugar Labs
    • Aviral Dasgupta, India - Sahana Software Foundation
    • Cezar El-Nazli, Romania - BRL-CAD
    • Conor Flynn, Ireland - Apertium
    • Drew Gottlieb, United States - Copyleft Games Group
    • Illya Kovalevskyy, Ukraine - KDE
    • Liezl Puzon, United States - Sahana Software Foundation
    • Mathew Kallada, Canada - RTEMS
    • Matthew Bauer, United States - The NetBSD Project
    • Mingzhe Wang, China - The NetBSD Project
    • Mohammed Nafees, India - KDE
    • Nicolás Satragno, Argentina - The Fedora Project
    • Qasim Iqbal, Canada - Apertium
    • Samuel Kim, United States - Copyleft Games Group
    • Ze Yue Wu, Australia - The Fedora Project

    Die beiden "Haiku-Studenten" waren:

    • Przemysław Buczkowski, Poland - Haiku
    • Vladimir Angelov, Bulgaria - Haiku

    Interessant: es ist nicht nur kein Deutscher unter den Siegern, auch unter "ferner liefen" hatte Haiku keinen einzigen deutschen Schüler/Studenten (Verteilungstorte). Das war beim letzten Mal als es noch Bargeld gab anders. Zufall oder symptomatisch?

  • Das Haiku Projekt wird sich auch dieses Jahr für den Google Summer of Code (GSoC) bewerben. Sollte Haiku als Mentor-Organisation wieder auserwählt werden, wäre dies das siebte Mal in Folge. Beim GSoC haben Studenten die Gelegenheit drei Monate vollzeit und bezahlt in die Opensource-Welt hineinzuschnuppern. Dabei stehen ihnen erfahrene Mentoren der jeweiligen Projekte zur Seite. Die reine Programmierzeit beginnt am 17. Juni 2013 und endet am 23. September 2013. Alle wichtigen Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung.

  • Zu guter Letzt - hat wahrscheinlich sowieso jeder schon mitbekommen - Google war so großzügig dem Haiku Projekt $5.000 zu spenden. Vielen Dank, Google! Für das Haiku Projekt ist das ein ansehnlicher Betrag, der wie alle Spenden in erster Linie in die Entwicklung gesteckt werden soll. Generell entwickelt sich das Spendenaufkommen recht positiv, siehe Haiku Inc.'s Blogpost dazu.

Freitag, 25. Januar 2013

Google Code-In 2012 Bilanz

Der Google Code-In 2012 ist vor kurzem zuende gegangen. 168 Aufgaben wurden in dieser Zeit von den Studenten (alle unter 18 Jahre) für Haiku erfolgreich gelöst.

Da diesmal keine Übersetzungsarbeiten zugelassen waren, lag der Schwerpunkt auf der Programmierung. Es wurden eine Menge Tickets im Bugtracker bearbeitet und über 50 Bep-Dateien geschrieben. Bep-Dateien dienen Haikuporter zum erzeugen von Paketen diverser Anwendungen durch automatisches herunterladen, kompilieren und ggf. patchen direkt aus dem Quellcode. Haikus Paketmanager in spe werden eben diese Bep-Dateien als Grundlage für die eigenen Pakete dienen. Je mehr Beps also bei der Einführung zur Verfügung stehen, desto größer schon zu Beginn das Angebot im zukünftigen "App-Store".

Weitere GCI-Aufgaben war z.B. eine Sammlung freier Klänge für Systemsounds, die wohl bald als Optionalpackage im Terminal mit "installoptionalpackage" herunterzuladen sind. Ebenso entstanden einige Videos, die einige Haiku-typischen Konzepte zeigen, wie Stack&Tile, Translatoren, Queries und (bald) ein "Hello World" in C++.

Bei diesem GCI haben sich eine handvoll Studenten hervorgetan, die auch noch nach Ende des GCI aktiv in der Haiku-Entwicklung sind. Sie sind auch bei einer Sonderpreisverleihung von Google am 4. Februar 2013 dabei, bei der die herausragenden Teilnehmer geehrt werden.
Würde mich nicht wundern, wenn wir den einen oder anderen Studenten in einem zukünftigen Google Summer of Code wiederfinden.

Montag, 17. Dezember 2012

Portier-Klassiker jetzt als freies PDF

Von MC Brown stammt der Klassiker "BeOS: Porting UNIX Applications". Als Buch schon fast vergriffen, gibt es das Werk jetzt als kostenloses PDF zum Download. Ursprünglich 1997 veröffentlicht hat sich natürlich hier und da einiges verändert, trotzdem dürfte es immer noch eine wertvolle Ressource auch unter Haiku sein.

In dem Vorwort zu der PDF-Ausgabe schreibt MC Brown, dass Scott McCreary der Anstoss dieser Wiederveröffentlichung war, es allerdings einige Jahre gedauert hatte bis sie nun unter seinem eigenen Copyright veröffentlicht werden konnte. Jetzt steht es unter der - tief luftholen - Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported License.

Super Sache, Danke MC Brown und Scott für seinen Einsatz!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

BeGeistert 026 Videos online

Etwas spät, aber immerhin bin ich jetzt endlich dazu gekommen meine Aufnahmen von BeGeistert 026 "Marathon" zu bearbeiten und online zu stellen. Die Aufnahmequalität ist nicht besonders, insbesondere scheinen wir beim den Aufnahmen von BG 024 den Raum nicht ganz abgedunkelt zu haben, wodurch das Bild damals schöner raus kam... Dafür könnte diesmal der Sound ein kleines bisschen besser sein, weil ich etwas mit Kompression und Filtern gespielt habe, was mir von Haikullege Sean Collins geraten wurde. Wahrscheinlich isses aber einfach nur ein bisschen lauter...

Zum De/muxen und dem letzten Kodieren hab ich übrigens Avidemux unter Linux benutzt, ebenso Audacity für die Audiobearbeitung. Die "umfangreiche" Videobearbeitung erfolgte mit Clockwerk und WonderBrush unter Haiku.

Wer ihn bis jetzt noch nicht gelesen hat, sollte sich DaaTs Bericht über BeGeistert 026 auf IsComputerOn zu Gemüte führen.

Jetzt endlich die Videos; alle stehen auf Youtube und können auch unter Haiku mittels einiger Programme (wie UberTuber) angeschaut werden...

Montag, 3. Dezember 2012

LeBUZZ lebt auf

Wer schon lange in der Haiku oder sogar eher noch BeOS-Szene ist, kennt bestimmt schon/noch die Website LeBUZZ. Betrieben wird sie von Dane Scott, BeOS-Urgestein und Chef von TuneTracker, der professionellen Radio-Automationssoftware, die momentan immer noch auf BeOS R5 läuft. Dane prüft allerdings wann er sicher den Sprung zu Haiku schaffen kann, allein schon wegen der rarer werdenden BeOS-kompatiblen Hardware...

LeBUZZ versteht sich als Treffpunkt für BeOS-, und jetzt natürlich vor allem Haiku-User, mit einem Schwerpunkt auf Audio und Video. Dane versucht wieder regelmäßig Artikel zu schreiben und lädt zu Diskussionen in den Kommentaren ein. Definitiv eine Adresse fürs regelmäßige Haiku-News-Surfen.

Montag, 26. November 2012

Haiku auch 2012 wieder beim Google Code-In (GCI)

Wie bereits in den letzten Jahren, wurde das Haiku Projekt auch dieses Jahr wieder für den Google Code-In (GCI) ausgewählt. Gab es letztes Jahr noch 18 Mentor-Organisationen, sind diesmal nur noch 10 zum Zuge gekommen. Schön, dass Haiku es auch diesmal wieder geschafft hat!

Der GCI ist praktisch der kleine Bruder des Google Summer of Code. Die Aufgaben sind um einiges einfacher und damit auch in wenigen Tagen zu lösen. Außerdem geht es nicht nur ums Programmieren, auch Aufgaben zu Dokumentation, QA, Marketing etc. sollen gelöst werden.

Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren. Losgehen tut's heute, Ende ist am 13. Januar 2013.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren gibt es für die GCI-Tasks kein Geld mehr, sondern ein Zertifikat und ab drei erfolgreich bearbeiteten Aufgaben ein T-Shirt. Außerdem werden von jeder Mentor-Organisation zwei Champions gewählt, die ins Google-Hauptquartier eingeladen werden.
Die fehlende Geldkomponente dürfte diesmal ernsthaftere Studenten anziehen...

Montag, 12. November 2012

Endlich: Haiku R1/alpha4

Nach vielen Wochen als "Release Candidate" ist nun endlich die offizielle Haiku R1/alpha4 herausgekommen. Wie in der Ankündigung zu lesen ist, sind seit der letzten Alpha 16 Monate ins Land gegangen. Dafür wurden in dieser Zeit allerdings auch über 1000 Bugs beseitigt.

Weitere Verbesserungen sind ein neuer grafischer Debugger, robusteres BFS und NTFS und die Unterstützung sehr großer Festplatten und Partitionen. Außerdem wurde die Hardwareunterstützung weiter ausgebaut: eine erste Blu-ray Unterstüzung (UDF 2.50), Sandy Bridge CPUs, verbesserte Treiber für Radeon HD und Intel Extreme, OHCI USB, Netzwerkkartentreiber und mehr.
Softwareseitig gibt es nun ein IPv6 Modul, der Webkit Browser wurde auf den neuesten Stand gebracht und ins WLAN kommt man jetzt auch via WPA/WPA2 Verschlüsselung. Das POSIX Signalhandling wurde erweitert und das OpenGL Kit setzt nun auf dem neueren Mesa3D 7.8.2 auf.

Eine Liste vieler der Verbesserungen, aber auch von schon bekannten Problemen, ist den Release Notes zu entnehmen.

Unter Get Haiku! kann man sich diverse Images herunterladen ("Anyboot" für USB-Stick bzw. CD, "ISO" für CD, oder "VM" für die virtuelle Maschine). Außerdem gibt es auch wieder eine gepresste Sammler-CD zu kaufen, deren Erlös zum Großteil der Weiterentwicklung von Haiku zugute kommt.

Update:
Zwei kritische Bugs führten beim Booten von CD-ROM entweder ins KDL oder froren die Deskbar durch einen blockierenden net_server ein. Beide Fehler konnten schnell beseitigt werden. Eine neue R1/alpha4.1 steht nun auf der Webseite zur Verfügung.
Wer ein Torrent oder ein Image direkt anbietet, sollte statt dessen die neue alpha4.1 hosten.

Freitag, 19. Oktober 2012

ARM Anstrengungen beim Panorama Computer Club

Nach dem ersten Anlauf für einen Haiku ARM-Port im Zuge von Johannes Wischerts GSoC 2009 Projekt lief erstmal nicht mehr so viel in diese Richtung. Heute wie damals sind offenbar noch zuviele x86 Baustellen offen, um diese Aufgabe zu stemmen. Zwischenzeitlich haben sich Ithamar Adema, François Revol und zuletzt Alexander von Gluck um ARM gekümmert, aber noch steht der Port ganz am Anfang.

Bei ARM ist ja das Problem, dass es sich nicht wie bei x86 um eine wohl definierte Plattform handelt, sondern dass es eine Unmenge von Lösungen mit unterschiedlichen Chips rund um einen ARM-Prozessor gibt.
Zur Zeit ist der Raspberry PI angesagt, weshalb die jüngsten Bemühungen auch auf dieses preiswerte System abzielen.

Hoffnung auf einen Haiku-Port für den Raspberry könnte nun aus einer unvermuteten Ecke kommen. Beim Panorama Computer Club hat man den PI genauer ins Visier genommen und ist sehr daran interessiert auch Haiku darauf laufen zu sehen. Bisher stecken die Anstrengungen ebenfalls noch in den Kinderschuhen, aber falls jemand Interesse hat mitzuhelfen, insbesondere auch nicht-virtuell beim Besuch im Clubhaus in Duisburg, ist herzlich eingeladen.