Da der 17. Thank You Award mal wieder an zwei Leute ging, gibt es auf
Haikuware auch zwei Mini-Interviews - mit DarkWyrm und Pier Luigi Fiorini. Ich fasse sie hier zusammen:
Wie alt seid ihr und womit verdient ihr euer Geld?
PLF: Ich bin 28 Jahre alt und Softwareentwickler.
DW: Ich bin 33 und lebe mit Frau und zwei Kindern nahe Columbus, Ohio.
Ich gebe an einer christlichen Privatschule Musik- und
Computerunterricht und bin dort auch der inoffizielle Netzwerk
Administrator und zuständig für den technischen Support. So läuft das
jedenfalls seit den letzten paar Jahren, in der Vergangenheit habe ich
aber auch noch andere Sachen für die Schule gemacht.
Pier, in Deiner Thank You Award Nominierung war für das Caya Projekt,
einer nativen Multi-Protokoll Instant Messaging Software. Wie einfach
oder schwer war das?
Am schwierigsten war es dafür die Zeit zu finden - es gibt ja auch
immer so viel zu tun in wahren Leben.
DarkWyrm, Du wurdest für Deine IDE Paladin und die tolle C++
Einführung in die Haiku Programmierung geehrt. War Deine Arbeit an
diesen Projekten einfach oder eher schwer?
Es war ehrlich gesagt ziemlich einfach - zu beiden Projekten kam
ich eher per Zufall.
Der Programmierkurs ergab sich so, nachdem mich ein Freund aus der
Community nach etwas Hilfe beim Programmieren lernen fragte. Seit ich in
die Community gekommen bin habe ich viel geschrieben - ich hatte eine Art
Blog bevor es cool wurde zu bloggen. Ich hab den ersten Entwurf für
Haikus Interface Guidelines [3] geschrieben und habe hier ein fast
fertiges Manuskript für OpenOffice.org's Writer liegen, das ich noch
abschließen möchte. Dieses Jahr hab ich zum ersten Mal Junior High und
High School Schülern Computer Unterricht gegeben. Eine Erfahrung, in der
auch ich viel dazulernen musste, was ich sehr genoss. Die
Programmier-Lektionen zu schreiben kam da wie von selbst, weil das etwas
ist was ich sowieso gern tue: programmieren und unterrichten.
Paladin war ein Experiment. Für ein paar Wochen hab ich mit den Jungs
von Niue zusammengearbeitet, um den Code zu bereinigen. Das schien mir
aber eine Menge Arbeit zu sein. An einem Wochenende fragte ich mich wie
schwer es wohl sein würde eine IDE wie BeIDE zu schreiben - mein
liebstes Entwicklungstool seit ich unter BeOS das Programmieren lernte.
Es brauchte eine gewisse Zeit um rauszubekommen wie man mit gcc direkt
arbeitet, aber es war überraschend wie einfach doch alles war. Es ist
auch das erfüllendste Projekt an dem ich je gearbeitet habe - jede
Verbesserung hilft mir (und anderen) besser zu programmieren.
Was würde euch die Arbeit an Haiku erleichtern?
PLF: Eine native IDE mit integrierter Dokumentation und einem
grafischen Designer. Meine Lieblings IDE ist QtCreator. Gebt mir ein
ähnliches Haiku Programm, integriert mit Jam, und ich bin glücklich.
DW: Stabilität, Stabilität, Stabilität. Ich wünschte Haiku wäre so
stabil wie BeOS R5 oder zumindest Zeta. Ohne diese Bugs wäre Haiku der
Killer für Entwicklungsarbeit, selbst ohne noch fehlende Features.
Welches interessante Buch, Band, Serie etc. würdet ihr gern empfehlen?
PLF: Ich lese nicht sehr viel (außer überlicherweise eine
Ferienlektüre). Zuletzt hab ich "Dracula" von Bram Stocker und "The
Hobbit" von Tolkien gelesen. Beides Bücher die ich empfehlen kann, wenn
man auf diese Genre steht.
Anstatt fernzuschauen höre ich eher Musik - ich empfehle Progressive
Rock, insbesondere Rush!
DW: Ich schau nicht viel fern und weil es so viele gute Bücher gibt,
empfehle ich eine Band, die ich in letzter Zeit viel höre: Skillet.
Deren frühe Songs waren etwas Rock, etwas Electronica, die letzten drei
Alben sind aber waschechte Rockalben. Am besten ist ihr letztes, "Awake"
- jeder einzelne Song ist spitze.